Lost Island

Durch die Pendergast-Reihe, die ich liebe, sind die beiden Autoren Douglas Preston und Lincoln Child in meinen Fokus gerückt. Die zweite Reihe um einen besonderen Mann hat es mir ebenfalls angetan. Der erste Teil „Mission – Spiel auf Zeit“ hat mir seinerzeit sehr gut gefallen. Leider habe ich dazu keine Rezension geschrieben. Der zweite Teil „Countdown – Jede Sekunde zählt“ handelt von einem drohenden Atombomben-Angriff und solche Themen mag ich nicht. Daher habe ich diesen nicht gelesen. Teil 3 der Reihe war da schon wieder eher was für mich und ich kann vorab schon sagen, dass jedes Buch auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.

Lost Island

von

Douglas Preston und Lincoln Child

(416 Seiten)

Bildquelle und Klappentext:
Droemer Knaur Verlag

Klappentext:

Agent Gideon Crew erhält den Auftrag, aus einer Ausstellung in New York eine bestimmte Seite aus einer berühmten frühmittelalterlichen Handschrift zu stehlen. Ein gefundenes Fressen für den begnadeten Kunstdieb – der Coup gelingt. Auf dem Pergament schimmert eine alte Seekarte hindurch. Sie kündet von einer Reise, die vor Jahrtausenden in der Ägäis begann und zu einer Karibikinsel führte. Dort gab es offenbar eine Heilpflanze, die Kranke gesund macht und das Leben verlängert. Klar, dass dies ein Milliardengeschäft wäre. Gideon bricht zu einer hochgefährlichen Expedition auf, um die Insel ausfindig zu machen, und er wird den Verdacht nicht los, dass die alte Karte womöglich die Irrfahrten des Odysseus abbilden könnte …

Meine Meinung:

Gideon wird einmal mehr von Glinn engagiert, um einen „unkonvetionellen“ Auftrag zu erfüllen. Er soll nichts mehr als eine unschätzbar wertvolle Pergamentseite aus einem Buch stehlen. Auch wenn die Mission recht aussichtslos schein, ob der vielen herausragenden Sicherheitseinrichtungen, gelingt Gideon der Coup. Doch damit beginnt das Abenteuer für ihn erst. Denn durch ein aufwändiges Verfahren machen die Wissenschaftler von der geheimen Organisation EES eine jahrhunderte alte Karte auf dem Pergament sichtbar. Gideon soll nun den kryptischen Hinweisen der Karte folgen und eine mystische Pflanze finden, die angeblich jegliche Krankheit heilen kann.

Da Gideon selbst an einer unheilbaren Krankheit leidet, ist er natürlich neugierig und willigt ein. Mit einer undurchschaubaren Frau als Partnerin bricht er auf in die Karibik, mit einer wunderschönen Jacht, und macht sich auf Schatzsuche.

Natürlich wird die Mission dann doch keine so schöne Karibik-Kreuzfahrt, wie versprochen. Bald schon erleiden die beiden Schiffbruch und landen an einer unwirtlichen, unerforschten Küste. Doch sie kommen ihrem Ziel, der geheimnisumwobenen Pflanze, immer näher.

Als sie jedoch die Pflanze finden und das Geheimnis der Insel, auf der sie gedeiht, lüften, eskaliert die Situation. Und auch für den Leser wird es an dieser Stelle sicher einen Wendepunkt geben. Entweder ist man so gespannt vom Hergang wie ich, und liest weiter… oder man ist genervt von dem plötzlich fantastisch-mystisch abdriftenden Hergang, dass man das Buch abbricht. Denn zum Ende hin wird es echt mythologisch, es gibt eine „King-Kong“-ähnliche Kreatur-Frau-Lovestory und ebenso viel Zerstörung und Gewalt.

Ich war gebannt von der Story, mag Gideon total gern und wollte unbedingt wissen, was es mit der Pflanze auf sich hat. Am Ende kommt es zu einem grausamen, aber vorhersehbaren Showdown und der Aha-Effekt bleibt aus.

Trotzdem hat mir das Buch ganz gut gefallen, die ersten beiden Drittel sind sehr spannend und Guideons clevere, unkonventionelle Art machen Spaß. Am Ende ist es dann doch ein wenig übertrieben, hat zu viele Parallelen zu ähnlichen Stories …

Ich möchte dem Buch deshalb

4 Sterne geben.

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