Die letzte Hoffnung

Vom folgenenden Autor habe ich zuletzt „Runaways“ gelesen, ein historischer Roman aus dem 19. Jh.

Nun führt uns der Autor in die Zukunft… in unsere Zukunft, wie sie werden wird, wenn wir nicht endlich bei Klima- und Umweltschutz umdenken. Ein wichtiges Thema in einem Thriller.. ich war gespannt.

Die letzte Hoffnung

von

T. B. Brandl

512 Seiten

Die letzte Hoffnung
Bildquelle und Klappentext: T. B. Brandl

Klappentext:

Wie viel ist die Wahrheit wert, wenn nur eine Lüge das Leben auf der Erde retten kann?

2046: Dürren. Brände. Überflutungen. Der Klimawandel bestimmt längst den Alltag und die Menschheit ist sich einig: Irgendjemand anders sollte da ganz dringend mal was tun, vielleicht. Schulterzucken. Na ja, schade.

Als eine Flutkatastrophe schließlich die Pazifikinseln unbewohnbar werden lässt und Tausende Menschenleben vernichtet, entwickelt UN-Klimapolitikerin Chloe Cortez einen verzweifelten Plan, um die Menschheit endlich zum Handeln zu zwingen. Einen Plan, der Hoffnung verspricht, aber alle Grenzen der Moral überschreitet.

Gleichzeitig geht in Los Angeles ein Drogendeal schief. Der gescheiterte Schauspieler Jack Simmons wird zu einem Leben hinter Gittern verurteilt. Glaubt er. Denn Jack weiß nicht, dass seine Zukunft längst mit der von Chloe verbunden ist und ihm schon bald eine perfide Inszenierung das Schicksal der Welt in die Hände legt.

Rezension / Meine Meinung:

Von der ersten Seite an war ich gefesselt von der Geschichte. Dass unsere Erde dem Kollaps nahe ist, wissen wir wohl alle. Doch hier wird das Thema durch interessante Charaktere und eine eingängige, lockere Schreibweise so gut vermittelt, dass man sich nie belehrt oder bevormundet vorkommt. Beim Lesen musste ich immer wieder bestätigend nicken, empört den Kopf schütteln oder resigniert die Augen verdrehen.

Chloe, die Mitarbeiterin bei der UN hat kein geringeres Ziel, als den Klimawandel aufzuhalten und die Menschheit zu retten. Wie? Nun, IRGENDWIE, aber so schnell wie möglich. Dabei geht sie auch ungewöhnliche Wege und riskiert sogar ihren Job.

Jack lebt in L.A. und will Schauspieler werden. Doch vorerst sichert seine „Karriere“ als Drogendealer seinen Lebensunterhalt… bis er auffliegt. Ist sein Leben damit zu Ende? Ihn erwartet eine langjährige Haftstrafe und das Drogenkartell im Nacken.

Da hat Chloe plötzlich die alles entscheidende Idee, wie man den Klimawandel nachhaltig aufhalten kann und die Menschen zum Umdenken bewegen kann… und Jack spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Ich hing wirklich bis zum Ende gebannt an den Seiten, verfolgte den Weg, den Chloe und Jack gehen, litt mit ihnen bei Rückschlägen, feierte ihre Erfolge… war schockiert über sehr unerwartete Wendungen!

Die Geschichte macht sehr nachdenklich, regt zur Selbstreflektion an und bleibt bei aller wissenschaftlicher und politischer Diskussionen immer spannend und nah am Leser. Es gibt keine ausschweifenden Reden oder wissenschaftliche Monologe, stattdessen verständliche und kurze Dialoge, wie sie unter Freunden geführt werden könnten. Ich fühlte mich mittendrin in den Verhandlungen, war dabei, als die Idee geboren wurde und kämpfte mit Chloe um die Verbreitung der Idee. Ich verteidigte im Geiste die nötigen Schritte und litt verzweifelt bei unvermeidbaren Rückschlägen.

Ich bin begeistert, wie spannend und empathisch der Autor dieses schwierige Thema verarbeitet hat. Die Idee zum Umdenken der Menschheit, die Umsetzung und die Folgen… alles nachvollziehbar und logisch… und genauso logisch die unglaublichen Plottwists, die mich fast wahnsinnig gemacht haben!

Ein Buch, durch das ich förmlich geflogen bin, voller fantastischer Charaktere, voller mutiger Menschen, voller Idealisten, voller Fanatisten, grandiosen Ideen und erschreckender Wendungen. Für mich ein absolutes Highlight. Unbedingt lesen! Hier steckt so viel mehr drin!

5 Sterne

5 Sterne


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