Heute habe ich eine Geschichte mit einem sensiblen Thema für euch. Es geht um gestohlene Bibliotheken, um Geheimbünde, um die Anfänge des Faschismus…
Das Alphabet der Masken
von
Kai Meyer
432 Seiten

Droemer Knaur Verlag
Klappentext:
Leipzig, die Bücherstadt. 1930. In der Bibliothek ihres Stiefvaters stößt Amalia Lux auf sieben Exlibris mit der Darstellung mysteriöser Masken, signiert mit „L. Gora“. Als mehrere Morde geschehen, fällt der Verdacht auf Amalia, die als Kind gegen ihren Willen aus den Kolonien nach Deutschland gebracht wurde. Welche Verbindung gibt es zwischen den Exlibris und den Toten? Plötzlich selbst eine Gejagte, macht Amalia sich auf die Suche nach der verschollenen Künstlerin.
Monaco, die Stadt ohne Buchhandlungen. 1970. Der Student Timm soll für eine greise Baronin das Leben einer geheimnisvollen Malerin recherchieren. Gemeinsam mit einer Ballerina, die nicht mehr tanzen kann, und einem exzentrischen Autor, der nicht mehr schreiben will, stößt Timm auf die Spur einer geraubten Bibliothek und rührt an Geheimnissen, die vierzig Jahre lang begraben lagen.
In Leipzigs Graphischem Viertel verschmelzen historische Fakten mit faszinierender Mythologie zu einer atmosphärisch dichten Geschichte über Schuld, Herkunft und Verantwortung.
Rezension / Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt 1913 mit den Geschwistern Amalia und Vineta leben in Leipzig im wohlhabenden Hause Akenfeld. Wobei Vineta blond, blauäugig und weiss ist.. Amalia hingegen durch die Gene ihres unbekannten Vaters aus den Salomonen, wo sie auch geboren wurde, dunkle Haut hat. Ihre Hautfarbe ist es auch, die dazu führt, dass sie das Haus gewaltsam verlassen muss…
1930 ist aus dem ungewollten „Mischlingskind“ eine selbstbewusste, junge Frau geworden, die sehr belesen ist und mehrere Zeitungsartikel geschrieben hat. Sie hat den Kontakt zur Familie nie wieder hergestellt… bis plötzlich Vineta vor ihr steht. Sie benötigt ihre Hilfe.
1970 flüchtet der junge Timm aus München nach Monaco zu seinem Onkel. Was in München vorgefallen ist, bleibt vorerst ein Rätsel, doch in Monaco bekommt er einen ganz besonderen Rechercheauftrag. Schon hier wird klar, dass beide Zeitstränge zusammen und zum selben Thema gehören. Es geht um alte Bücher, um die Geheimnisse ihrer Herkunft und um rätselhafte Exlibris…
Nun beginnt eine rasante und gefährliche Reise durch die Vergangenheit. Denn diese Exlibris haben eine Geschichte, die bis ins Jahr 1913 zurück reicht. Es geht um Kunstraub im Faschismus, um tausende gestohlene Bücher, um Geheimbünde, um Kriegsverbrechen und die Macht der Nazis.
Ein extrem spannendes Buch, das ein sensibles Thema sehr nachvollziehbar und trotz der Grausamkeit fesselnd erzählt.
5 Sterne

Datenschutz: Sämtliche Inhalte, Texte, Fotos und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt. Sie dürfen ohne vorherige schriftliche Genehmigung von www.buchfeeling.de weder ganz noch auszugsweise kopiert, verändert, vervielfältigt oder veröffentlicht werden.