Adolf und Eva

Und wenn wir in den letzten Rezensionen schon einmal bei „Groschenheften“ sind, möchte ich gleich noch Eines hinterher schicken. Nach Aussage des Autors ein „Satirisches Groschenheft“, wie wahr… doch seht selbst:

Adolf und Eva, Depeschen I und II

von

Kim Sonnwend

(ca. 36 Seiten)

Klappentext:

Adolf kehrt heim. Siebzig Jahre Hölle sind genug. Des Führers urheberrechtliche Ansprüche auf alte Meisterwerke sind eben erloschen. Jetzt heißt es ganz von vorne beginnen.

Im Gegensatz zu damals will Adolf seiner Berufung treu bleiben und als großer Künstler ganz emporsteigen. Die Politik war ein einmaliger Ausrutscher.

Denn in Wahrheit regiert die Kunst unsere Welt. Also macht sich Adolf daran, erstmal ein prachtvolles Selbstporträt zu erstellen.

Derweil wäscht Eva das Geschirr und die schönen Haare.

Neben dem künstlerischen Schaffensprozess beglückt Adolf das Volk mit seinen tagebuchartigen Depeschen. Von nun an wird keine Fälschung mehr geduldet.

Meine Meinung:

Eine anfangs etwas verwirrende Geschichte über einen Adistopeles Hiedler und seine Kumpanen Hermann Hering und Joseph Bubbles.

Mit seiner Frau Eva und seinem Hund Blondie, den er kurzerhand in „Brönetti“… ähm… Brünetti umbenennt, darf Adolf nach 70 Jahren Hölle auf die Erde zurückkehren. Fortan will er die Weltherrschaft als Künstler erlangen.

Nachdem er ein einzigartiges, unglaubliches und unübertreffliches Selbstportrait gemalt hat, schein das Ziel zum Greifen nah…

In einer an Shakespeare erinnernden, sehr poetischen Schreibweise folgen wir einem gefallenen Diktator auf seinem ganz eigenen, geläuterten Weg in die neue Welt…

Ein satirischer Groschenroman, das trifft es sehr gut… wer offen ist für eine prosaische Schreibweise und große Satire wird hier seinen Spaß haben. Die Story fand ich wirklich witzig gemacht, nur der Schreibstil hat mich manchmal ein wenig stocken lassen, daher ein Engelchen Abzug.

4 satirische Groschen-Sternchen.

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