Hammerfrau

Oft genug wähle ich meine Bücher nach dem Cover aus, es ist nun mal das, was einem zuerst ins Auge fällt. Das folgende Buch hat zwar nicht so ein spektakuläres Cover, aber einen Titel, der mich angesprochen hat… und einen Klappentext, der neugierig macht…

Hammerfrau

von

Mario Keszner

200 Seiten

Hammerfrau
Bildquelle und Klappentext:
Verlag Kremayr & Scheriau

Klappentext:

Thomas arbeitet in einem Plattenlanden, Julia steht vor dem Durchbruch als Sopranistin. Beide sind sich noch nie begegnet. Sie wissen nichts voneinander, obwohl sie eine Gemeinsamkeit haben: Die Liebe zur Musik könnte sie verbinden, wären ihre Leben nicht grundverschieden.

Während Julia alles in ihrem Leben plant und ihrer Opernkarriere unterordnet, treibt Thomas träge durch den Alltag und sein Familienleben. Aus einer Laune heraus beginnt er, fremde Frauen in der Öffentlichkeit anzusprechen. Bis es eines Abends zum verhängnisvollen Zusammentreffen kommt. Dieser eine Augenblick genügt, um das Leben der beiden für immer zu verändern. Für Thomas ist es eine kurze Entgleisung, für Julia bedeutet es das Ende ihrer Träume. Ein außergewöhnlicher Krimi, in dem Opfer und Täter zu Wort kommen.

Rezension / Meine Meinung:

Mit seinen 200 Seiten ist das Buch zwar für mich eher eine Kurzgeschichte und die lese ich eher ungern, aber es hat mich doch neugierig gemacht…

Ganz ehrlich? DIESEN Start in die Geschichte habe ich dann doch nicht erwartet. Gleich zu Anfang wird man von einer Wahrheit erschlagen, die mich tief betroffen gemacht hat.

Die Geschichte wird in abwechselnden Kapiteln von Julia und Thomas erzählt. Beide berichten wie Chronisten und sprechen den Leser direkt an. Das gibt der Handlung eine noch intensivere Note.

Und schon im ersten Kapitel, in dem Thomas zu Wort kommt, war er mir unsympatisch. Seine Einstellung, seine flapsige Art, seine Sichtweise auf Frauen.

Stellenweise fand ich die Schilderungen von Thomas ein wenig ausschweifend, abschweifend, langatmig. Dann kommt wieder ein Teil, in dem man seine reizbare Art zu spüren bekommt und mir lief eine Gänsehaut den Rücken hinunter. Er ist einfach nur unsympatisch und sehr von sich und seiner Meinung eingenommen.

Julia hingegen ist eine Frau, die Schlimmes erlebt hat und sich jetzt zurück ins Leben kämpft. Sie ist stark, selbstreflektiert und gewillt, sich nicht von Männern klein machen zu lassen! Eine Wahnsinnsfrau!

Wie kann ich weiter rezensieren, ohne zu spoilern… es fällt mir schwer.. und es fällt mir auch schwer, das Buch einzuordnen. Es ist auf jeden Fall kein Krimi oder Thriller. Es ist… ein Drama? Lebensgeschichte? Aufarbeitung einer katastophalen Entgleisung? Das trifft es nicht wirklich. Diee Erzählung macht betroffen, wütend, traurig…

Eine nicht ganz einfache Erzählung, manchmal ein wenig langatmig, aber erschreckend wahr…

4 Sterne


Datenschutz: Sämtliche Inhalte, Texte, Fotos und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt. Sie dürfen ohne vorherige schriftliche Genehmigung von www.buchfeeling.de weder ganz noch auszugsweise kopiert, verändert, vervielfältigt oder veröffentlicht werden.