Endlose Angst – Never Knowing

Bereits im Jahr 2013 las ich ein Buch der Autorin Chevy Stevens, „Still Missing“ , deren Bücher momentan neu aufgelegt werden. Ich war schockiert und gefesselt. Jetzt habe ich ein weiteres Buch aus der Neuauflage gefunden und war gespannt, ob sich der Stil fortsetzt.

Endlose Angst – Never Knowing

von

Chevy Stevens

469 Seiten

Endlose Angst
Bildquelle und Klappentext: S. Fischer Verlage

Klappentext:

Was ist schlimmer, als zu erfahren, dass dein Vater ein Serienmörder ist? Dass er von dir erfährt …

Die adoptierte Sara lebt im idyllischen Städtchen Nanaimo auf Vancouver Island am Ozean. Sie hat sich immer gefragt, wer wohl ihre richtigen Eltern sind. Als ihre eigene Hochzeit bevorsteht, macht sie sich auf die Suche. Doch ihre leibliche Mutter verweigert schockiert den Kontakt. Verstört forscht Sara weiter und findet etwas Unfassbares heraus: Ihr leiblicher Vater ist ein berüchtigter Serienmörder. Sara versucht, mit ihren Ängsten fertigzuwerden: Hat sie mehr von ihrem Vater geerbt, als sie sich eingestehen will? Doch bald wird klar, dass es Schlimmeres gibt, als zu erfahren, dass dein Vater ein Killer ist – nämlich, dass er von dir erfährt …

Meine Meinung / Rezension:

Das Buch ist ein wenig anders aufgebaut, als man es normalerweise kennt. Eine Frau sitzt bei ihrer Psychiaterin und erzählt von ihren Sorgen und Erlebnissen. So verläuft das komplette Buch. Jedes Kapitel ist einer Sitzung gewidmet. Dabei spricht Sara in der ICH-Version, sodass man als Leser sehr nah an den Geschehnissen dran ist. Die Psychiaterin kommt nicht zu Wort, das Buch ist also wie ein Monolog.

De Story ist wirklich emotional belastend! Sara möchte endlich wissen, wer ihre leiblichen Eltern sind. Ihr Adoptiv-Vater ist ihr gegenüber nicht wirklich herzlich, hat er doch nach der Adoption doch noch eigene Töchter mit seiner Frau bekommen. Sara stand immer in deren Schatten und hofft, durch ihre leiblichen Eltern endlich ein Gefühl der Zugehörigkeit zu bekommen. Nachdem sie endlich ihre Mutter gefunden hat, reagiert diese bei einer Konfrontation anders als erwartet. Sie ist geschockt, reagiert abweisend und aggressiv. Was hat Sara ihr getan?

Als sie herausfindet, dass ihre leibliche Mutter die einzige Überlebende eines Serien-Vergewaltigers und Mörders ist, bricht Sara´s Welt zusammen! Doch es kommt noch schlimmer, die Information landet im Internet und der Mörder, ihr Vater, nimmt zu ihr Kontakt auf!

Die Behörden sind „begeistert“, wittern sie doch ihre Chance, den Täter endlich dingfest zu machen. Sara soll NUR immer weiter mit ihm telefonieren und so viel wie möglich von ihm herausbekommen.

In ihren Sitzungen verarbeitet sie nun die emotionale Belastung, ihre Famile schützen zu wollen, den Behörden zu helfen und die Angst, wenn sie am Telefon einen Fehler macht, dass dann wieder eine Frau sterben muß.

Ich dachte anfangs nicht, dass mich diese Story so mitreißen würde. Aber ich konnte das Buch eine zeitlang kaum weglegen. Immer war ich ängstlich gespannt, was der Mörder, ihr Vater, als nächstes tut. Wie kann man mit dieser Belastung leben und was macht das nachhaltig mit Sara?

Doch nach und nach wurde die panische Besessenheit von Sara für Serienmörder, ihrer Psyche und ihrer Opfer, der Drang, immer alles wissen zu müssen und ständig für John, den Killer, bereit zu sein, anstrengend. Nach der Hälfte des Buches fing ich an, mich durch die Seiten zu quälen. Hier hätte die Story für mich zu Ende sein dürfen. Ich schleppte mich durch weitere Kapitel, doch nach ca. 70% der Geschichte war für mich die Luft raus. Die Manipulationen durch Behörden, Killer und Familie wiederholen sich immer wieder, Sara verzettelt sich in ihrer eigenen Welt und der Killer reagiert immer vorhersehbarer.

Ich habe das Buch hier abgebrochen. Es tut mir wirklich leid für eine echt spannende Idee, doch für meinen Geschmack wurde sie unnütz in die Länge gezogen.

Schade.

ABBRUCH


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