Vom Autor Chris Carter sind die Hunter-und-Garcia-Thriller wohl den meisten Fans des Genre bekannt. Nun wagt sich der Autor an ein anderes Genre. Es handelt sich um einen Psychothriller. Ich war sehr gespannt…
Du kriegst mich nicht
von
Chris Carter
464 Seiten

Ullstein Buchverlage
Klappentext:
Dreizehn Jahre. So lautet das Urteil gegen Nelson Stewart – verurteilt für das, was er Samantha angetan hat. Doch noch im Gerichtssaal macht er ihr eines unmissverständlich klar: Er wird zurückkommen. Samantha verschwindet, zieht immer wieder um, und sie gibt sich einen neuen Namen. Als Mary Smith will sie in Frieden leben. Durchatmen. Aber Mary weiß, warum Nelson nicht locker lassen wird.
DENN NICHTS IST, WIE ES SCHEINT.
Es beginnt eine gnadenlose Verfolgung – bei der Marys Leben auf dem Spiel steht.
Rezension / Meine Meinung:
Samantha hat es endlich getan. Sie hat ihren prügelnden Ehemann angezeigt. Nach einer nur kurzen Verhandlung wird Nelson zu 13 Jahren Haft verurteilt, auch, weil er ihr noch im Gerichtssaal Rache geschworen hat. So bleibt Sam nur ein Ausweg: sie ändert ihre Identität und zieht fortan als Mary von Ort zu Ort, um ihre Spuren zu verwischen.
Und so zieht auch erst einmal die Hälfte des Buches an einem vorbei. Mary strandet in einem Ort, lernt Menschen kennen, verbiete sich aber jegliche tiefere Freundschaften. Schnell wird wieder zum nächsten Ort gereist. Und dann geschieht es, sie wird tatsächlich von einem Handlanger ihres Ex-Mannes aufgespürt! Durch geschickte Manöver gelingt die Flucht, doch die Angst sitzt tief. Wieder reist Mary durchs Land…
So ist das Buch eher unspektakulär, skizziert die Reise einer Frau, zwar mit viel Vorsicht im Gepäck, doch auch mit Freude an den Orten, die sie besucht… bis sie einen Mann kennenlernt, für den sich ein Bleiben am selben Ort lohnen würde….
Natürlich hatte ich von Anfang an einen Verdacht, in welche Richtung das Ganze irgendwann gehen wird…. doch es dauerte tatsächlich bis zur Hälfte des Buches, ehe sich langsam, ganz langsam ein wenig Spannung einstellte und sich mein Verdacht bestätigte. Und trotzdem zog sich die Story irgendwie wie Kaugummi dahin, ohne viel Ereignisreiches und mit alltäglichen Geschehnissen.
Ich gebe zu, ich habe wohl wegen dem Autor eine ganz andere Geschichte erwartet. Die Story konnte mich irgendwie nicht packen, auch wenn die Idee sehr interessant ist. Ich habe beim Lesen immer nur auf die Seitenzahl geschaut und gehofft, dass ich bald durch bin. Es tut mir in der Seele weh, doch dieses Buch war mir für meinen Thrillergeschmack einfach viel zu langweilig. Erst bei knapp 90% des Werkes gibt es den alles überragenden AHA-Moment, der allerdings den Gesamteindruck des Buches für mich nicht ändern kann.
3 Sterne

Datenschutz: Sämtliche Inhalte, Texte, Fotos und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt. Sie dürfen ohne vorherige schriftliche Genehmigung von www.buchfeeling.de weder ganz noch auszugsweise kopiert, verändert, vervielfältigt oder veröffentlicht werden.