Weißer Rausch

In der Kälte des finnischen und schwedischen Winter geschehen mehrere Morde im Drogenmilieu. Wer zieht hier die Fäden und hat eine neue Droge den Markt erreicht?

Weißer Rausch

von

Anu Ojala

368 Seiten

Weisser Rausch
Bildquelle und Klappentext:
Droemer Knaur Verlag

Klappentext:

Während der unwirtliche, klirrend kalte Winter Lappland fest im Griff hat, breitet sich an der finnisch-schwedischen Grenze das heimtückische Verbrechen aus: Ein Mann wird mit einer Nagelpistole getötet; eine junge Mutter wird in einem Einkaufszentrum gefoltert und erschossen; eine neue Droge greift um sich und fordert Tote.

Kommissarin Ronja Jentzsch von der grenzübergreifenden Ermittlungseinheit der finnischen Polizei versucht, sich einen Reim auf die Vorfälle zu machen, die alle in Zusammenhang zu stehen scheinen. Erste Hinweise deuten nach Schweden, und auch der Geheimdienst hat plötzlich Interesse an dem Fall. Doch Jentzsch und ihre Kollegen treten auf der Stelle. Wer hat es hier auf wen abgesehen, und vor allem auf was? Und wie passt Kristian, ein junger Zollbeamter und Familienvater, ins Bild, der die Ermittlungen immer wieder kreuzt?  

Rezension / Meine Meinung:

Ronja, Kommissarin einer grenzübergreifenden Polizeieinheit, hat viel um die Ohren. Ihre demenzkranke Mutter benötigt ständige Aufsicht und dann geschehen auch noch grausame Morde. Außerdem wird bei einem Einsatz auch noch ihr Kollege schwer verletzt. Doch Ronja lässt sich nicht unterkriegen. Sie will die Verwicklungen im Drogenmilieu aufdecken.

Die vielen finnischen und schwedischen Namen machten mir ein flüssiges Lesen recht schwer. Auch bin ich kein wirklicher Freund von Geschichten aus der Drogenszene. Trotzdem hat mich die Geschichte gefesselt, nicht zuletzt durch die akkurate und gesetzeskonforme Arbeit von Ronja und ihrem Team. Auch der ganz spezielle „Fall“ um Kristian, den Zollbeamten, der trotz Geldsorgen alles versucht, um seine Familie glücklich zu machen, hat mich berührt.

Und so kämpfte ich mich mit den Protagonisten durch das eisige, verschneite Schweden und Finnland.

Den Drogenmissbrauch und deren Folgen sowie Drogentote aus der Sicht der Protagonisten zu erleben, war sehr erschreckend und emotional.

Zum Ende hin fand ich allerdings Ronjas Uneinsichtigkeit gegenüber ihrem Schlafmangel und ihrer Überanstrengung etwas nervig. Auch war das Ende der Geschichte, die Auflösung des Falles und Kristians Erlösung ein wenig zu schnell und emotionslos erzählt.

Alles in allem aber eine spannende Geschichte, die fast ausschließlich um Drogenmissbrauch und -handel geht.

4 Sterne


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