The Vacation

Die Bücher von John Marrs sind ruhig, hintergründig und weniger dramatisch. Ich mag sie aber sehr gern… hier kommt sein neuestes Werk:

The Vacation

von

John Marrs

592 Seiten

The Vacation
Bildquelle und Klappentext: Penguin Random House

Klappentext:

L.A., Venice Beach: Im International Hostel bleibt vom Glamour der Strandpromenade wenig übrig. In der heruntergekommenen Absteige treffen Backpacker aus verschiedenen Nationen aufeinander. Viele sind auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit – und manche von ihnen hüten ein dunkles Geheimnis. Tommy, den seine eigenen düsteren Erinnerungen hierhergetrieben haben, jobbt im Hostel und kennt seine zwielichtigen Gäste. Wie Savannah, die aus gutem Grund einen Revolver unter ihrem Kopfkissen versteckt, oder der undurchsichtige Krankenpfleger Eric. Tommy ahnt, dass Eric vor nichts zurückschreckt und dass jedem Gefahr droht, der ihm zu nahe kommt …

Rezension / Meine Meinung:

Das Venice Beach International Hostel ist wahrlich kein Ort, den man in L.A. unbedingt besuchen muss. Alles ist heruntergekommen, Kakerlaken bevölkern das Hostel und es gibt keinen Komfort. Doch was es gibt, ist Anonymität. Und danach suchen die Gäste dieses Hostels. So wie Tommy, der zwar eigentlich Gast im Hostel ist, doch weil er kein Geld besitzt, jobbt er seit einigen Wochen im Hostel. Dabei lernt er die unterschiedlichsten Gäste kennen. Niemand möchte seine Vergangenheit Preis geben und keiner ist gewillt, zu erzählen, warum er hier abgestiegen ist. Genau wie Tommy selbst.

Und so lernen sich hier die unterschiedlichsten Menschen kennen, schlafen zeitweise in Mehrbettzimmern zusammen und versuchen, ihre Geheimnisse für sich zu behalten. Dabei entstehen Zweckgemeinschaften, lose Freundschaften und auch Feindschaften. Durch kurze Rückblicke lernt man als Leser nach und nach die wahren Hintergründe der einzelnen Personen kennen, teils mit erschreckenden Wahrheiten.

Doch nicht nur die Vergangenheit der Personen ist spannend, grausam, traurig oder angsteinflößend, sondern auch deren Gegenwart.

Sei es der fanatische Fan, der seinem Idol nachläuft und sich immer mehr in die Fantasie hinein steigert, dass beide doch eine glänzende Zukunft vor sich hätten… oder das Freundepaar, die in der Heimat einen schrecklichen Fehler gemacht haben und nun vor den Konsequenzen um die Welt flüchten. Die junge Frau, die vor ihrem gewalttätigen, machtbesessenen Vater geflüchtet ist und nun in ständiger Angst lebt, entdeckt zu werden. Die Beiden, die mit einem alten Pick Up die Route 66 abfahren auf der Suche nach…. je mehr Geheimnisse enthüllt werden, umso mehr leidet man mit den Protagonisten.

Eine eher ruhige, emotionale und nachdenkliche Geschichte. Mir haben die unterschiedlichen Persönlichkeiten sehr gut gefallen und auch deren ganz eigenen kleinen Dramen, Missverständnisse und Enthüllungen.

4 ½ Sterne


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