Ungelöst – Die erste Zeugin

Arno Strobel ist bisher ein Garant für extrem spannende Geschichten. Zuletzt hat mich „Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?“ begeistert. Hier kommt das neueste Werk:

Ungelöst – Die erste Zeugin

von

Arno Strobel

ungekürzte Lesung von Dietmar Wunder, Laufzeit: 9 Stunden 39 Minuten

ungelöst
Bildquelle und Klappentext:
Argon Verlag

Klappentext:

Medizinstudentin Luisa Menkhoff kennt die verschwundene Frau auf dem Flugblatt. Es ist Jahre her, dass sie sie gesehen hat. Aber trotzdem kann sie sich erinnern, als wäre es gestern gewesen. Nicole Klement war die Lebensgefährtin des Mannes, der Luisa als Fünfjährige entführt hat. Und damals ebenfalls in die Sache verwickelt.

Luisa wendet sich umgehend an die Münchner Polizei und trifft auf Hauptkommissar Ramin Brunner, der gerade im Begriff ist, eine neue Cold-Case-Einheit aufzubauen, die alte Fälle mit modernen Mitteln aufklären soll.

Als Luisa ihm die Umstände ihrer Entführung als Kind schildert, ist Ramin verblüfft. Luisa hat ein eidetisches Gedächtnis und erinnert sich an jedes Detail einer einmal erlebten Situation. Und alles, was sie sagt, deutet darauf hin, dass ihr damaliger Entführer – Dr. Joachim Lichner – jetzt Nicole Klement in seiner Gewalt hat.

Luisa wird als externe Beraterin zu dem aktuellen Vermisstenfall hinzugezogen. Bis klar wird, dass sie sich getäuscht haben muss. Denn es gibt Hinweise, dass es Lichner nicht gewesen sein kann. Aber warum fühlt Luisa sich dann beobachtet? Zu spät erkennen sie und Ramin, dass sie etwas Entscheidendes übersehen haben, das allen Beteiligten zum Verhängnis werden könnte.

Rezension / Meine Meinung:

Als Luisa ein Flugblatt mit einer vermissten Frau sieht, erstarrt sie. Mit dieser Frau verbindet sie ein sehr traumatisches Erlebnis. Luisa beschließt, bei der Suche zu helfen. Sie trifft auf Hauptkommissar Ramin Brunner. Ramin ist fasziniert von der Frau, die ein „fotografisches Gedächtnis“ hat und sich genau an die Vermisste und alles damit erinnern kann. Denn Luisa wurde ans Kind entführt und die vermisste Nicole war damals als Lebensgefährtin des Entführers mit dabei. Der Entführer, der Psychiater Dr. Lichner, wurde gefasst und verurteilt.

Da verschwindet ein Kind! Die Geschichte von damals scheint sich zu wiederholen. Ist Nicole Opfer oder Täterin?

Ramin erhält Unterstützung von Kollegen aus Aachen, wo Lichner damals aktiv war. Diese Kollegen sind etwas seltsam. Was für ein Geheimnis tragen sie in sich? Hier wird geschickt ein Nebenschauplatz konstruiert, mit Vorurteilen und Klischees gespielt und verwirrt….

Die Geschichte entwickelt sich rasant, doch manchmal ein wenig verwirrend. Die vielen Zusammenhänge, die Bezüge zu früheren Ereignissen, Wut, Verzweiflung, Rache, …

Die Handlungsstränge finden irgendwann zusammen, für mich teils nicht ganz nachvollziehbar. Die Story war mir ein wenig zu verschachtelt, zu oft drehte ich mich gedanklich im Kreis.

Das Ende ist überraschend, brutal und sehr realistisch dargestellt. Für mich hat etwas Struktur gefehlt.

4 Sterne


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