Eine Studentenverbindung, die nur die schönsten, besten und ehrgeizigsten Frauen aufnimmt? Deren Mitglieder in Zukunft die begehrtesten Jobs erhalten werden? Interessant. Doch welchen Preis müssen die Auserwählten für das Privileg zahlen?
Girl Dinner
von
Olivie Blake
448 Seiten

Klappentext:
Das Haus ist die exklusivste Studentinnenverbindung auf dem Campus, und alle ihre Absolventinnen sind schön, erfolgreich und angesehen. Nach einem ersten Semester, das sie lieber vergessen würde, ist Nina Kaur sicher, dass die Aufnahme in das Haus der erste Schritt in eine glänzende Zukunft ist. Ihre neuen Schwestern werden sie vor denjenigen beschützen, die eine junge Frau als Beute betrachten.
Dr. Sloane Hartley hat zu kämpfen: Nach der Elternzeit passen ihre Klamotten nicht mehr richtig, ihr Mann, der sich als Girl-Dad inszeniert, ist nicht so präsent, wie er glaubt, und selbst die wenigen Stunden am Tag, die sie von ihrem Kind getrennt ist, sind eine Qual. Als sie gebeten wird, die Verbindungslehrerin des Hauses zu werden, badet Sloane in der kollektiven Perfektion, die alle aktuellen und ehemaligen Bewohnerinnen ausstrahlen und nach der sie sich so verzweifelt sehnt.
Doch das perfekte Leben im Haus ist mit Kosten verbunden – Kosten, die mit Blut beglichen werden. Und als Nina und Sloane schließlich zu Tisch gebeten werden, müssen sie entscheiden, wie viel sie schlucken können …
Rezension / Meine Meinung:
Ehrlich gesagt habe ich mich durch das Buch gequält. Die Schreibweise und der Satzbau lassen keine Unaufmerksamkeit beim Lesen zu. Verschachtelte Sätze mit philosphischer Ausdrucksweise, dazwischen selbstironische Bemerkungen, die so seltsam geschrieben sind, dass ich sie mehrfach lesen mußte, um den ironischen Ton zu verstehen und dazu deprimierender Feminismus… puh… doch zum Inhalt:
Da gibt es die Professorin Sloane Hartley. Sie ist vor einiger Zeit Mutter geworden und möchte/soll nun zurück in ihren Job. Sie hadert mit der Trennung auf Zeit von ihrer Tochter, mit dem Zeitmanagement als Mutter, Ehefrau und Dozentin. Mit ihrem Job auf Probe, da ja ihr geliebter und genialer Gatte den „echten“ Professorenjob hat und sie nur als Anhängsel an der Uni geduldet ist. Sie hat mich extrem genervt. Ihre Selbstzweifel, wie sie ihren Mann im Geiste in Schutz nimmt, weil er nicht im Haushalt und mit dem Kind hilft, denn er ist ja schließlich viel Wichtiger als sie. Ihr fast schon selbstzerstörerisches Verhalten dem störrischen Kind gegenüber, dem sie nicht gewachsen scheint….
Dann wäre da noch Nina, eine extrem ehrgeizige Studentin, die um jeden Preis im Haus der besten aller Studentenverbindugen aufgenommen werden will. Sie gibt alles dafür, achtet auf ihr Äußeres, Frisur, perfektes Makeup, perfekte Garderobe, perfekte Ausdrucksweise. Darüber hinaus nur die besten Noten und immer ein freundliches Wesen. Und dann ist es endlich soweit, sie scheint tatsächlich in DAS Haus zu kommen.
Sloane lernt unterdessen eine ehrgeizige Frau und ebenfalls Mutter kennen, die alles im Griff zu haben scheint und Sloane stark beeindruckt. Durch sie erhält Sloane die Gelegenheit, als Verbindungslehrerin in eben jenem Haus angenommen zu werden, in das auch Nina kommt.
Die Story plätschert dahin, es passiert nichts wirklich interessantes. Nicht mal der übliche Uni-Girly-Schnulz, keine Dramen, keine lustigen Begebenheiten. Nur Selbstzweifel, bedrückende, depressive Stimmung und das „Elend“ von priviligierten Frauen… seufz..
Als dann bei über 60% des Buches endlich DAS Geheimnis der Schwesternschaft offenbart wird, war es so absurd, dass ich immer wieder überlegen mußte, das Buch nicht doch abzubrechen. Warum ich es nicht getan habe? Eigentlich nur, weil ich momentan genug Zeit für ein sinnloses Buch habe… sorry dafür… die Autorin schreibt im Nachwort, dass es sich um eine Satire über den Feminismus handelt. Leider habe ich den satirischen Teil nicht gespürt. Ausser ständiger lesbisch-überschwänglicher Schwärmereien war da nicht viel…
Ein Buch, das ich mir hätte sparen können. Von mir gibt es sehr gut gemeinte
2 Sterne

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