Sheresade in böse, so könnte man das folgende Buch beschreiben. Eine Autorin wird entführt und soll moderne Märchen schreiben. Und alles was sie schreibt, setzt der Entführer in die Tat um.
Böser, böser Wolf
von
Alexandra Benedict
368 Seiten

Klett-Cotta Verlag
Klappentext:
Hast du Angst vorm bösen Wolf?
Ein Serienmörder inszeniert grausame Morde nach Grimms Märchen – und eine entführte Autorin muss sie schreiben, um zu überleben. Detective Lyla Rondell setzt sich auf die Spur des Täters. Doch je weiter sie ermittelt, desto mehr wird ihr bewusst, dass sie selbst nur eine Figur in einer Geschichte ist. Erfolgsautorin Alexandra Benedict ist zurück mit einem ausgeklügelten Thriller, in dem der böse Wolf auf jeder Seite lauert.
Die gefeierte Krimiautorin Katie erwacht in einem abgeschlossenen Dachzimmer – entführt von einem maskierten Mann, der sich »der Wolf« nennt. Seine Forderung: Sie soll moderne Märchen schreiben, in denen reale Menschen auf grausame Weise sterben. Was Katie schreibt, setzt der Wolf in die Tat um. Und wenn sie sich weigert, wird sie selbst zur nächsten Figur in seinem tödlichen Spiel. Während Katie verzweifelt versucht, Hinweise für die Polizei in ihre Geschichten einzubauen, beginnt Detective Inspector Lyla Rondell mit den Ermittlungen. Die Morde sind bizarr inszeniert: Eine junge Frau stirbt als »Cinderella«, ein Geschwisterpaar wird wie »Hänsel und Gretel« im Wald gefunden. Bald erkennt Lyla, dass die Fälle mit dem Verschwinden ihrer besten Freundin Allison vor fünfundzwanzig Jahren zusammenhängen – und dass sie selbst Teil eines größeren Plans ist.
Rezension / Meine Meinung:
Eine Krimiautorin erlebt einen ganz eigenen Alptraum: ein Mann mit einer Wolfsmaske entführt sie und zwingt sie, mörderische Geschichten zu schreiben, die sich an Märchen orientieren. Und alles, was sie schreibt, wird er in die Tat umsetzen. Anfangs weigert sich Katie. Da entdeckt sie, dass im Zimmer neben ihrem, eine andere Autorin gefangen gehalten wird. Diese enthüllt ihr, sollte sie sich weiterhin weigern, wird der Wolf ihr Schlimmes antun, so wie der Anderen auch.
Nach einer furchtbaren und blutigen Demonstration der Macht des Wolfes fängt Katie an zu Schreiben…
Lyla, eine aufstrebende Polizistin, leitet den Fall der grausamen Märchenmorde. Doch ausser, dass jede Tat mit einem Märchen zu tun hat und der Täter ganz offensichtlich Lyla herausfordert, gibt es keine Hinweise. Immer wieder wird direkt Lyla angesprochen, mit Briefchen oder Gegenständen, die nur für sie bestimmt sind. Was will der Täter und woher hat er das Wissen um sehr intime Geheimnisse der Kommissarin?
Irgendwann wird die Geschichte etwas bizarr, selbst märchenhaft und mystisch. Man sollte offen für Magie und … Fantasy sein. Einige Ereignisse sind etwas kurz gefasst und nicht ganz schlüssig, da werden Handlungen übersprungen und man fragt sich, wie soll das jetzt gehen, sie stand doch gerade noch ganz woanders? Da hatte mein logisches Gehirn echt Mühe 😉
Zum Ende hin wird es immer bizarrer, verwirrender und psychologisch wirklich anspruchsvoll. Die Geschichte, das Märchen, ist nichts für Realitätsliebende. Es geht wild in die Fantasyebene, ohne aus der Gegenwart heraus zu treten.
Wirr… ich weiß nicht recht, was ich von der Geschichte halten soll… wer Märchen liebt und vor psychedelischen Worten nicht zurück schreckt, sollte zugreifen.
Von mir gibt es 4 Sterne

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