Sleepless

Eine interessante Vorstellung: eine Pille, die es ermöglicht, ohne Schlaf auszukommen und dabei alle Nebenwirkungen der Schlaflosigkeit eliminiert. Würde das nicht die Effektivität des Lebens erhöhen? Oder nicht?

Sleepless

von

Andreas Brandhorst

720 Seiten

Sleepless
Bildquelle und Klappentext: Piper Verlag

Klappentext:

Ein neues Medikament kommt auf den Markt: Sleepless. Es bietet Menschen die Möglichkeit, auf Schlaf zu verzichten, ohne müde zu werden. Der Hersteller, ein pharmazeutisches und biotechnologisches Start-up in Hamburg namens Harmony, möchte viel Geld damit verdienen. Doch wie verändert sich das Leben der Menschen durch den Konsum? Wie verändert sich unsere Gesellschaft, wenn die Menschen 24 Stunden am Tag aktiv bleiben? Schon bald stellt sich heraus, dass die Schlaflosigkeit, die den Menschen mehr bewusste Lebenszeit gibt, nicht ohne Folgen bleibt …

Meine Meinung:

Die Geschichte verläuft in 2 Zeitsträngen, im Heute und vor 2 Jahren. Damals gab es ein Start-Up, das Smart-Drugs vertrieb. Die Geschäfte liefen nicht wirklich gut und die Firma stand kurz vor dem Konkurs. Doch eine ganz neue sanfte Droge sollte alles ändern! Sleepless, mit der es möglich sein sollte, mit sehr wenig Schlaf auszukommen, ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Kein Mangel, keine Konzentrationsschwäche, im Gegenteil. Und erste Forschungsergebnisse waren sehr vielversprechend. Doch mehrere außergewöhnliche Todesfälle rücken die Firma in den Fokus der Ermittler. Könnte Sleepless doch Nebenwirkungen haben, die nicht absehbar sind? Trotzdem wird Sleepless mit unlauteren Mitteln bei der Zulassung durchgewunken. Doch Kommissar Rieker lässt nicht locker und ermittelt auch ohne offizielle Anweisung gegen das Unternehmen. Mit tödlichen Folgen…

Heute begleitet der Leser einen Auftragskiller, dessen letzter Auftrag in die Hose geht. Von nun an wird der Killer von seinem ehemaligen Auftraggeber gejagt, der Rache üben will. Ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Doch durch Sleepless ist der Killer Tag und Nacht hellwach und extrem aufmerksam und seinen Häschern daher immer wieder einen entscheidenden Schritt voraus.

Beide Zeitstränge streben nach und nach aufeinander zu, es entwickelt sich ein spannender Politthriller um Korruption, geheimen Bündnissen in Politik und Wirtschaft und der Einmischung von Kartellen in die Weltwirtschaft.

Am Ende wird die Geschichte ein wenig mystisch, was nicht so unbedingt in diese Story hinein passte, fand ich. Aber die Idee, was wäre, wenn der Mensch nicht nur 8-10 Stunden sondern 22-24 Stunden zur Verfügung hätte, ist sehr interessant. In positiver wie negativer Hinsicht.

Leider gab es viele Phrasen-Wiederholungen und auch manche Erläuterungen wiederholten sich immer wieder, was dann ein wenig langweilig wurde.

Aber ansonsten ein sehr spannender Politthriller mit einem überraschenden Ende, was ich zwar irgendwie logisch finde, aber nicht erwartet hätte, dass der Autor es auch genauso trifft! Danke dafür!

4 Sterne


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