Mitten im kalten Winter

Ein sehr dramatischer Polit-Thriller versprach das heute vorgestelle Buch zu werden… mit einem erschreckenden Ereignis als Hintergrund…

Mitten im kalten Winter

Ein Fall für Tinus Gewing

von

Arvid Heubner

(ca. 649 Seiten)

Bildquelle und Klappentext:
www.neobooks.com

Klappentext:

Eine Gruppe von Schülerinnen eines Eliteinternats verschwindet nach einem Wochenendausflug spurlos. Die örtliche Polizei steht vor einem Rätsel. Kriminaloberrat Tinus Geving – neuer Ermittler beim Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt – wird daher mit Ermittlungen betraut, die zunächst nicht mehr sind als bloße Routine. Doch schon bald wird der neue Ermittler in ein Geflecht aus Macht, Politik und Intrigen verwickelt, das weit über die eigentlichen Ermittlungen hinausgeht und ihn mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Meine Meinung:

Ich gebe zu, dieses Buch hat es mir anfangs nicht leicht gemacht. Der Fall an sich ist super spannend und man fiebert mit, was mit den Schülerinnen passiert ist. Doch darum herum entsteht ein sehr komplexes Konstrukt an politischen Interessen und Verbindlichkeiten, da muß man als Leser erst einmal durchsteigen.

Wenn man sich aber in die ganzen Verstrickungen hineingefunden hat und der intelligente Schreibstil flüssiger von der Zunge geht, dann kann man sich dem politischen Morast kaum entziehen.

Der Fall der vermißten Schülerinnen konkurriert in dem Buch mit dem zweiten Handlungsstrang, einer politischen Debatte über einen neuen Gesetzentwurf. Und so erhält man als Leser einen Einblick in politische Machenschaften, die man eigentlich so detailliert gar nicht haben möchte, zeigen sie einem doch den menschlichen Abgrund der Gesellschaft auf. Da wird intrigiert, korrumpiert und debattiert… und am Ende bleibt einzig das Recht und der Menschenverstand auf der Strecke.

Der Kriminaloberrat Tinus Geving ist eine sehr beeindruckende Person. Er hat seine eigenen Dämonen aus der Vergangenheit, die ihn verfolgen. Doch dieser Fall der Schülerinnen, die Zustände in dem Eliteinternat, die Verstrickungen in Politik und Wirtschaft, regen seinen Ehrgeiz an. Mit einer ganz eigenen Mischung aus Stolz, Unerschrockenheit und feinem Gespür für menschliche Schwächen kommt er der Lösung des Falles immer näher… und tritt dabei unabsichtlich in ein Wespennest.

Ich war am Ende doch sehr erstaunt, wie sich der Fall entwickelte…. und ganz am Schluss konnte mich der Autor sogar nochmal richtig überraschen.

An manchen Stellen war mir die Ausführung von politischen Belangen, Debatten, medialen Berichten und Worterklärungen aber dann doch zu detailliert. Ich verlor den Fall aus den Augen, verlor den Faden und fand mich schlecht wieder in die Handlung hinein.

Für Fans von Polit-Thriller ist hier ein echt gelungenes Werk zu haben. Für weniger politikbegeisterte, wie mich, ist das Drumherum ein wenig zu viel.

Ich fand es spannend, anders und sehr gut recherchiert.

Von mir gibt es

3 Polit-Krimi-Sterne.

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