Imperator

Kai Mayer ist einer dieser Autoren, die ich auch schon länger auf meiner Wunschliste habe, aber bisher einfach noch nicht geschafft habe, von ihm ein Buch zu lesen. Das soll sich heute ändern. Hier kommt

Imperator

von

Kai Mayer

400 Seiten

Imperator
Bildquelle und Klappentext: Droemer Knaur

Klappentext:

Rom in den Swinging Sixties – eine Stadt der Filmstars und Verbrecher, der Starlets und Geisterbeschwörer, des alten Adels und der korrupten Politik.

Die Studentin Anna schließt sich einer Gruppe Paparazzi an, um inkognito den Mörder ihrer Mutter zu jagen. Zugleich soll der Privatdetektiv Gennaro Palladino den Tod eines wahnsinnigen Malers aufklären.
Die Suche nach der Wahrheit führt Anna zusammen mit dem jungen Fotografen Spartaco durch Paläste und verlassene Villen, durch Filmstudios und verruchte Jazzclubs – und immer wieder auf die legendäre Via Veneto, den Brennpunkt des Dolce Vita. Während die High Society im Champagner badet und Regierungsgegner die Revolution planen, ziehen finstere Mächte die Fäden. Sie wollen die Auferstehung des antiken Rom – koste es, was es wolle.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit der jungen Anna, die nach dem tragischen Mord ihrer Mutter nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Doch das soll sich nun ändern. Sie reist nach Rom, um die wahren Umstände des Todes herauszufinden. Dort schließt sie sich den örtlichen Paparazzi an, um hinter die Kulissen der High Society zu blicken. Denn dass Diese etwas mit dem Tod der Mutter zu tun hat, davon ist Anna überzeugt.

Als sie den geheimnisvollen und einflußreichen Spartaco kennenlernt, scheint sich für sie die Chance zu ergeben, endlich an die Reichen und Schönen näher heranzukommen.

Die Story erzählt von Geheimbünden, dem Machtkampf zwischen Faschisten und Kommunisten, der Mafia und einem dunklen Geheimnis. Außerdem gibt es viele kleine Fantasy-Elemente, Magie, wundersame Ereignisse und seltsame Zusammenhänge mit dem alten Rom…

Was mir fehlt, ist das Feeling der 60-er Jahre. Es gibt kaum Details, die den Leser in diese Zeit hinein versetzen. Ich habe immer wieder erwartet, dass Anna ihr Handy zückt. Außer einiger weniger, unauffälliger Hinweise zu den 60-ern, wie dem Nutzen der Telefonzelle oder eines bestimmten, alten Fotoapparat-Modelles, gibt es wenig, was diese Zeit repräsentiert. Das fand ich wirklich schade. Hier hätten ein wenig mehr Details das Gefühl für diese spezielle Zeit sicher herüber bringen können.

Die Jagd nach dem Mörder von Annas Mutter, der Blick in die geheime Gesellschaft und die dabei verübten Mafiamorde machen die Geschichte sehr spannend, kurzweilig und abwechslungsreich. In meinen Augen hätte es die magischen Elemente nicht gebraucht, sie wirken manchmal ein wenig fehl am Platz. Aber das schreibt der Autor sogar im Nachwort, dass er diese Fantasyelemente zwar spärlich gesät hat, aber nicht weglassen wollte, auch wenn es manchen Lesern vielleicht deplatziert vorkommt. 😉

Das Ende ist unerwartet und die Enthüllungen um Annas Mutter sehr überraschend und bieten eine tolle Wendung der Geschichte. Allerdings ist es kein Ende der eigentlichen Story. Hier sind noch viele Fragen offen, viele Geheimnisse nicht gelüftet und die Imperatoren noch nicht demaskiert.

Ich freue mich schon auf den 2. Teil, der im nächsten Jahr erscheinen soll. Für alle Hörspiel-Fans: Teil 1 und auch schon Teil 2 sind als Hörspiel erhältlich. Denn ursprünglich sollte die Geschichte nur als Hörspiel erscheinen. Kann ich mir da auch sehr gut vorstellen. Vielleicht höre ich da auch mal rein.

Spannend, tolle Protagonisten, geheimnisvolle und interessante Gegenspieler. Eine wirklich fesselnde Story.

4 1/2 Sterne


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