Höllenqual

Eine verschwundene Frau, die abgemagert wieder auftaucht, gibt den Ermittlern Rätsel auf. Was ist mit ihr passiert?

Höllenqual

von

Ed James

544 Seiten

Höllenqual
Bildquelle und Klappentext: Verlagsgruppe Randomhouse

Klappentext:

Auf einer Landstraße in Oxfordshire wird eine ausgemergelte junge Frau gefunden. Sie ist nackt. Die Polizei geht von einer Drogensüchtigen aus, doch Detective Sergeant Aidan Corcoran ahnt, dass hier ein grausames Verbrechen geschehen ist. Und seine Vermutung wird bald zur Bestätigung: Das Opfer weist Fesselmale auf und wurde über Wochen festgehalten und ausgehungert. Um mehr über den Täter und seine Motive herauszufinden, wird die Kriminalpsychologin Dr. Marie Palmer zu den Ermittlungen hinzugezogen. Sie soll ergründen: Gibt es womöglich noch mehr Opfer, die in genau diesem Augenblick höllische Qualen erleiden müssen?

Meine Meinung:

Als die junge, abgemagerte Frau gefunden wird, ist unklar, ob sie freiwillig verschwunden war oder vielleicht entführt wurde. Somit muss sich Corcoran die Hinweise nach ihrem Verschwinden vornehmen und alles erneut prüfen. Dabei fallen ihm diverse Ungereimtheiten auf. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Ermittler wenig Mühe gaben, die verschwundene Frau zu finden. Eine Vermisste mehr, abgehakt.

Und so beginnt eine anstrengende, zeitraubende und wenig erfolgversprechende Ermittlung mit noch weniger Hinweisen. Doch dann taucht ein weiteres Opfer auf das behauptet, gefangen gehalten worden zu sein. Allerdings sind hier die Umstände vollkommen anders, als bei der jungen Sarah. Gibt es zwischen den Fällen einen Zusammenhang? An den Ermittlungen beteiligt ist die Polizei-Psychologin Marie Palmer. Für sie ist es die erste aktive Ermittlung. Bisher hatte sie „nur“ mit bereits verurteilten Straftätern zu tun.

Palmer ist sehr unsicher, zweifelt an ihren Fähigkeiten und macht einen eher ängstlichen Eindruck. Immer wieder gesteht sie, dass sie nicht glaubt, mit dem Druck einer laufenden Ermittlung klar zu kommen. Anfangs ist es noch verständlich doch im Laufe der Handlung fand ich es ein wenig anstrengend. Die Vorgehensweise des Täters und die Grausamkeit lassen es in meinen Augen nicht schlüssig erscheinen, warum hier eine so unerfahrene und ängstliche Psychologin herangezogen wird.

Anders Corcoran, der Ermittler an ihrer Seite. Er scheint eher pragmatisch, möchte sich nicht für eine Seite der Geschehnisse festlegen und zweifelt lange an einem Zusammenhang der unterschiedlichen Opfer.

Die Geschichte an sich ist spannend, da die Taten sehr unterschiedlich sind, kein Muster aufweisen und erstmals die Opfer alle lebend freigelassen werden. Allerdings hat mich die Herangehensweise von Corcoran und Palmer oft gewundert und am Ende gar genervt. Ein so kaltblütiger Täter, so emotionslose Taten und beide gehen immer wieder allein Hinweisen nach, die zu ihm führen könnten.

Die Entwicklungen am Schluss sind dann irgendwie nicht mehr nachvollziehbar und glaubhaft, selbst das Motiv des Täters scheint arg an den Haaren herbeigezogen, ich jedenfalls fand es unglaubwürdig.

Die ganze Story konnte mich emotional nicht erreichen und die Protagonisten wirkten farblos und uninteressant.

3 ½ Sterne


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