Hexenjäger

Ein Mörder, der die Taten einer Buch-Thriller-Reihe nachahmt? Ja, die Idee ist nicht neu, aber wie der Autor Max Seeck es umgesetzt hat, ist vollkommen neu und unvorhersehbar!

Hexenjäger

von

Max Seeck

444 Seiten

hexenjaeger
Bildquelle und Klappentext: Bastei Lübbe Verlag

Klappentext:

Der Mörder geht nach einem perfiden Plan vor: Detailgetreu stellt er die Morde einer Bestseller-Trilogie nach. Und die sind äußerst brutal und erinnern an mittelalterliche Foltermethoden. Die Opfer – allesamt Frauen. Ist ein Fan der Trilogie durchgedreht? Kommissarin Jessica Niemi und ihr Team ermitteln unter Hochdruck, doch der Mörder ist ihnen immer einen Schritt voraus. Die Ermittler tappen im Dunkeln, bis ihnen klar wird, dass die Opfer Jessica Niemi erschreckend ähnlich sehen …

Meine Meinung:

Anfangs dachte ich noch, ok, die Idee ist nicht neu aber vielleicht setzt es der Autor mal anders um… und dann.. hat mich das Buch mehr und mehr überrascht und in seinen Bann gezogen. Es ist vollkommen unvorhersehbar und anders, als erwartet…und ganz einfach mega spannend.

Das Buch handelt in Finnland und so ließen mich die Namen von Orten, Strassen oder Personen immer wieder beim Lesen stolpern. Doch das tat der Spannung dann doch keinen Abbruch. Die Protagonisten sind sehr autentisch und ihre Macken und kleinen Geheimnisse machen sie sehr sympatisch. Ich finde sehr selten in Thrillern die Protagonisten glaubhaft und so war dieses Buch eine echte Überraschung auch in dieser Hinsicht.

Die Handlung dreht sich mehr um die Ermittlungsarbeit und das Verwirrspiel, das der Täter mit der Polizei treibt. Die Morde werden nicht haarklein und blutig im Detail beschrieben, sondern nur soweit nötig erzählt. Sehr angenehm.

Das Motiv und der Täter bleiben bis zuletzt vollkommen unklar und ich ging genau wie die Ermittler im Buch dem Täter immer wieder auf den Leim. Ich konnte einfach kein Motiv und keinen Verdächtigen finden. Das hat mich gefuchst und dem Buch immer wieder den gewissen Kick gegeben.

Wie der Täter seine Opfer auswählt, wie er sie zur Schau stellt, die kleinen, gemeinen Hinweise am Tatort und die Gemeinsamkeiten der weiblichen Opfer mit der Kommissarin, waren ein sehr spannendes Katz-und-Maus-Spiel.

Es kommt wirklich selten vor, dass man bei einem Thriller so sehr auf dem Schlauch steht, was das Motiv und den Täter angeht. Das hat der Autor wirklich meisterhaft verschleiert!

Und selbst am Schluss wird der Leser noch einmal in die Irre geführt, nur um dann mit einem wirklich überraschenden Showdown aus der Story geworfen zu werden! Ein Klasse Buch!

5 Sterne

5 Sterne

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2 Kommentare

  1. Das steht ganz weit oben auf der Wunschliste! Und wenn ich das so lese, mit Recht!

    Danke für die gelungene und neugierig machende Rezension!

    Liebe Grüße

    Bine

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