Düsterhof

Lange habe ich kein Buch mehr von Melisa Schwermer gezeigt, das soll sich heute ändern.

Düsterhof

von

Melisa Schwermer

Düsterhof
Bildquelle und Klappentext: Feuerwerke Verlag

Klappentext:

Er will Macht über dich und entscheidet sich für deinen Tod.

Eine junge Frau wird in ihrer Wohnung überfallen und bestialisch ermordet. In scheinbar blinder Wut hat der Täter unzählige Male auf sie eingestochen. Schnell fällt der Verdacht auf ihren Ex-Freund, der die Trennung offenbar nicht überwunden hat. Doch seine Anwältin Annabelle Hart glaubt nicht, dass er der Täter ist, auch wenn alles auf ihn hindeutet. Gemeinsam mit dem Privatdetektiv Felix Hertzlich macht Annabelle sich daran, die Unschuld ihres Mandanten zu beweisen und stößt dabei auf einen kranken Killer, der eine Frau nach der anderen hinrichtet.

Als Annabell und Felix das düstere Geheimnis hinter den Morden aufdecken, kommen sie dem Täter näher, als sie es jemals hätten tun sollen …

Meine Meinung:

Felix ist Privatdetektiv und hat mit seiner kranken Schwester einige Sorgen am Hals. Auch finanziell könnte es besser aussehen. Da passt es ihm gar nicht, dass seine Schwester ihn nötigt, den Mordvorwurf an ihren Therapeuten zu entkräften.

Auch Anna, die Anwältin, hat eigene Sorgen. Doch nun soll sie als Pflichtverteidigerin den vermeintlichen Mörder zu seinem Recht verhelfen. Anna ist hin und her gerissen, ob sie den Mann für schuldig oder unschuldig hält, denn anfangs verweigert er jede Aussage. Ist dieser scheinbar nette, ruhige Mann ein brutaler Killer? Hat er aus Eifersucht seine Ex-Freundin dermaßen kaltblütig ermordet?

Als Felix sich an Anna wendet mit der Bitte, zusammenzuarbeiten, ist die Anwältin nicht begeistert. Der Detektiv ist eine eher unordentliche Erscheinung, impulsiv und unkonventionell. Doch seine Ergebnisse sprechen für sich. Die beiden machen sich also auf die Suche nach der Wahrheit…

Ich muss zugeben, dass ich immer wieder Phasen hatte, wo mich das Buch genervt hat. Da wäre zum Einen der Umgang der Anwältin Anna mit ihrem sie stalkenden Ex-Freund. Sie sollte eigentlich besser wissen, dass man die Belästigungen nicht vertuschen und verschweigen sollte und dass man Gewalttätigkeit anzeigen sollte. Das vermittelt für mich eine allzu klassische Opferrolle. Auch die Aussage der Anwältin, dass sie sich bei der Polizei ja nur lächerlich machen würde, würde sie das Stalking anzeigen, finde ich kein gutes Vorbild.

Auch sind die unüberlegten Alleingänge des Privatdetektives alles andere als professionell und gefährden ein ums andere Mal den ganzen Fall.

Nach etwa der Hälfte des Buches ist für einen aufmerksamen Leser klar, wer der Täter ist. Auch die Hinweise auf ihn werden immer deutlicher. Enttäuscht war ich, dass Felix und Anna total auf dem Holzweg ermittelten und nicht einen Gedanken an „meinen“ Hauptverdächtigen verschwendeten. Dabei wiesen die Beweise mehr als deutlich auf IHN hin. Aber nein, die Hobby-Ermittler verrannten sich in andere Tatverdächtige. Es war frustrierend.

Die Alleingänge und Ermittlungen ohne jemandem Bescheid zu geben nehmen kein Ende, bis es für alle Beteiligten lebensbedrohlich wird. Da gab es am Ende für mich auch wenig Überraschungen, sondern nur Augenrollen für so viel Dummheit! Ich bin einfach kein Fan von dilettantischen Alleingängen der Ermittler, nur wenn sie wirklich gut und schlau gemacht sind, könnte mich das mitreißen.

So richtig begeistern konnte mich das Buch daher leider nicht, die Idee ist gut, die Ermittlungen nur nervig. Daher gebe ich dem Buch

3 Sterne


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