Der Judas-Schrein

Vom Autor Andreas Gruber habe ich bereits „Rachewinter“ gelesen, was mir recht gut gefiel, doch das Science-Fiction-Hörbuch „Die letzte Fahrt der Enora Time“ hat mir besonders gut gefallen. Nun habe ich wieder einen Thriller des Autors auf den Ohren.. mit Fantasy-Horror-Aspekten… bin gespannt…

Der Judas-Schrein

von

Andreas Gruber

Ungekürzte Lesung mit Achim Buch, Laufzeit: 15h 2min

Judas-Schrein
Bildquelle und Klappentext: Verlagsgruppe Randomhouse

Klappentext:

In dem abgeschiedenen Dorf Grein am Gebirge, eingeschlossen zwischen den Bergen und einem Fluss, wird eine verstümmelte Mädchenleiche entdeckt, der mehrere Rückenwirbel fehlen. Als Kommissar Alex Körner und sein Team mehrere Exhumierungen anordnen, nehmen die Ermittlungen eine ungeahnte Wendung.

Zudem spitzt sich die Lage zu, als der vom Dauerregen stark angeschwollene Fluss über die Ufer tritt. Vom Hochwasser eingeschlossen und von der Außenwelt abgeschnitten, kommt eine schreckliche Wahrheit ans Licht und die grausamen Morde gehen weiter …

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit Kommissar Körner, der wegen eines misslungenen Einsatzes das Schlimmste befürchtet. Doch statt einer Suspendierung erhält er einen neuen Fall. Er ist sich nicht sicher, ob das die bessere Alternative ist, denn es geht um ein grausam getötetes Mädchen in seinem „Heimatdorf“. Wobei Heimat das falsche Wort ist. Er ist dort aufgewachsen, hat aber seit zig Jahren keinen Fuß mehr in dieses Kaff gesetzt und hatte es auch nie vor. Nun muss er sich also nicht nur dem brutalen Mord, sondern auch seiner eigenen brutalen Vergangenheit stellen.

Der Fall selbst ist höchst mysteriös. Äußerst grausam, doch mit so vielen Ungereimtheiten, dass nicht nur das Motiv sondern auch der Tathergang vollkommen im Dunkeln liegen.

Beim resümieren der Ermittler fällt ein Satz, der mich hellhörig werden ließ und auch ein gewisses Motiv erkennen lies. Doch dieser Punkt wird nicht mehr erwähnt und ich dachte bereits, mich verhört zu haben. Allerdings sponn mein Gehirn ein Tatszenario genau zu diesem einen Punkt.

Dann geschieht ein weiterer Mord.

Als die Ermittler wegen Hochwasser auch noch im Ort eingeschlossen werden, wird das Set gespenstisch düster, jeder scheint etwas zu verbergen und irgend etwas läuft hier verdammt verkehrt.. und ganz leise schleicht sich dann das Übernatürliche in die Geschichte ein. Nun wird es gruselig und fantastisch. Aus dem normalen Thriller wird ein Horror-Fantasy-Szenario!

Nicht jedermann Geschmack, wahrlich! Ein seltsames Wesen treibt sein Unwesen und das nicht erst seit heute. Die Ereignisse spitzen sich immer mehr zu, es gibt immer mehr Tote und am Ende…

hmm…. der Verlauf der Handlung wird irgendwie immer dramatischer, dafür aber auch immer absurder. Die Horror-Fantasy-Geschichte klingt mir ein wenig zu gezwungen, zu dramatisiert, zu märchenhaft. Ich konnte auch dem Schluss nichts abgewinnen.

Ab der 2. Hälfte des Buches war ich mehr und mehr enttäuscht vom Verlauf und muss sagen, dass diese Mischung aus Krimi-Thriller und Horror-Fantasy nicht meins ist. Jedenfalls nicht, wenn es, wie hier, so einen harten Schnitt zwischen beiden Genres gibt. Daher gebe ich der Geschichte

3 Sterne


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