Das Reich der Vampire

Den Film „Interview mit einem Vampir“ fand ich damals sehr gelungen. Die „andere Seite“ des Vampirdasein gepaart mit dem Erzählstil war gefühlvoll und düster zugleich. So ähnlich verhält es sich nun mit dem folgenden Buch, nur dass hier der Vampir die Geschichte erzählt bekommt… von einem Vampirjäger!

Das Reich der Vampire

Band 1

von

Jay Kristoff

1024 Seiten

Das Reich der Vampire
Bildquelle und Klappentext: Fischer Verlage

Klappentext:

Der „Name des Windes“ meets „Interview mit einem Vampir“ – „Das Reich der Vampire“ ist der Auftaktband der neuen, epischen Fantasy-Serie von Nevernight-Autor Jay Kristoff. Gleich nach Erscheinen stand „Das Reich der Vampire“ auf der New-York-Times- und der Sunday-Times Bestsellerliste. 

Vor 27 Jahren ging die Sonne unter – und seitdem sind die Armeen der Vampire auf dem Vormarsch. Stück für Stück haben sie ihr ewiges Reich ausgedehnt und den Menschen den Boden streitig gemacht, bis nur noch an wenigen Orten ein unbeschwertes Leben möglich ist. Kleine Inseln des Lichts in einem Meer aus ewiger Finsternis.

Als der junge Gabriel de León sein Heimatdorf verlassen muss, führt ihn sein Weg nach San Michon, zum Orden der Silberwächter, einer heiligen Bruderschaft, die das Reich und die Kirche gegen den Ansturm der Bestien verteidigt. Und noch ahnt er nicht, dass er zur größten Legende des Ordens werden wird – und zur letzten Hoffnung einer sterbenden Welt.  

Meine Meinung:

Ein düsteres, kaltes Set erwartet den Leser, wenn er die Story beginnt. In einem nackten Raum im Turm einer Burg wird der letzte der Vampirjäger, Gabriel de León, von Vampiren gefangen gehalten. Als sich die Tür öffnet, erwartet er nur den grausamen Tod. Doch der Vampir, der zu ihm in die Zelle tritt, will etwas Anderes. Gabriel soll seine Geschichte erzählen und der Chronist der Vampire möchte diese für die Nachwelt aufschreiben. Nach einigem Zögern beginnt Gabriel also, seine Geschichte zu erzählen…

Diese Erzählung erinnern wirklich stark an „Interview mit einem Vampir“, doch ließ mich von der Handlung her immer wieder an „Der Witcher“ denken. Es geht um einen Orden, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Vampire zu vernichten. Diese Silberwächter sind mit den unterschiedlichsten Waffen ausgestattet und besitzen auch unterschiedliche, den Vampiren ähnliche Fähigkeiten. Doch mit diesen Fähigkeiten ist auch ein Fluch verbunden.

Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Sie ist nicht reißerisch plakativ erzählt, sondern eher pragmatisch, ehrlich und fast schon ein wenig „rotzig“. Denn Gabriel weiß, er hat nichts mehr zu verlieren und nimmt daher kein Blatt vor den Mund. Und so wird mit Beleidigungen und Verachtung nicht gegeizt. Gerade das macht diese Story so anders und fesselnd. Als Leser fühlt man sich Gabriel in dem kalten, finsteren Gemäuer sehr Nahe. Kann seine Resignation spüren und ist trotzdem voller Neugier, wie es dazu kam, dass er hier gelandet ist.

Seine Erzählung, sein Werdegang, die Erfolge und Rückschläge, der harte Weg zum Krieger, Blut, Schmerz und Verlust… all das lassen die Story emotional und düster werden und erzeugen einen Sog in die Dunkelheit der Silberorden-Kämpfer.

Eine solche Erzählung von über 1000 Seiten ist sicher nicht jedermann Sache, doch ich fand es trotzdem sehr spannend und magisch.

Wer also keine Angst vor einem Werk epischen Ausmaßes hat und dazu eine düstere, freche und grausame Geschichte zu schätzen weiß, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Es ist anders, als andere Bücher und daher so einzigartig und fesselnd.

5 Sterne

5 Sterne

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