Das dunkle Tagebuch – Herausgefordert -1

Ein neuer Stern am BDSM-Autorenhimmel. Nun, da war ich natürlich gespannt auf dieses Erstlingswerk. Kann der Autor meine recht hohen Ansprüche an einen BDSM-Roman erfüllen?

Das dunkle Tagebuch – Herausgefordert – 1

von

Claus H. Herrländer

(ca. 150 Seiten)

Bildquelle: Claus H. Herrländer

Klappentext:

Liam, Anfang dreißig, ist schwer getroffen. Von seiner langjährigen Freundin verlassen, wird er von der Midlife Crisis geschüttelt, wie es sonst eher für Männer über vierzig üblich ist. Er verlässt seine Heimat und versucht, sich mit seinem eigenen Business im belgischen Antwerpen ein neues Leben aufzubauen. Geschäftlich durchaus mit Erfolg. In Liebesdingen verhindert sein Verstand, sich in eine Beziehung einzulassen. Dabei ist der attraktive Liam, der ein Faible für Bondage- und SM-Spiele hat, bei den Damen recht beliebt. Aufgrund seiner einfühlsamen Art, auch und gerade bei Anfängerinnen der Szene. Wie lange sich sein Verstand durchsetzen kann, ist fraglich. Spätestens, als unter seinen Liebschaften Damen auftauchen, die neben ihrer devoten Neigung auch mit Witz, Intelligenz und liebenswerter Schlagfertigkeit aufwarten können. Sein Leben wird kurzweiliger, aber recht bald werden ihm Entscheidungen abverlangt, die der Verstand allein nicht treffen kann.

Meine Meinung:

Am Anfang der Story war ich erst einmal überrascht. Es beginnt mit einem schlimmen Tag für einen jungen Mann. Seine Freundin eröffnet ihm vollkommen unerwartet, dass sie ihn verläßt.

Monate später ist aus Liam ein erfolgreicher Geschäftsmann geworden, der in Antwerpen ganz neu angefangen hat. Hier fröhnt er auch seiner großen Leidenschaft, BDSM, mit wechselnden Bekanntschaften und dem festen Vorsatz, sich nicht zu verlieben. Er lässt sich die Frauen meistens durch einen Freund vermitteln. So lernt er auch die Touristin Arlett kennen. Sie hat keine Erfahrung in Sachen BDSM aber immer schon den Wunsch in sich, ES einmal auszuprobieren. Liam nimmt diese Herausforderung an und so gibt es einige Treffen zwischen den Beiden. Dabei fällt es Arlett anfangs sehr schwer, sich wirklich auf das Spiel einzulassen und Liam zu vertrauen.

Zur gleichen Zeit lernt Liam die experientierfreudige Victoria kennen. Auch sie hat noch keine Erfahrung im BDSM-Bereich, ist aber viel schneller bereit, Liam blind zu vertrauen. Und so gibt es mehrere sehr unterschiedliche und aufregende Treffen für Liam.

Die BDSM-Szenen sind sehr detailliert geschildert, manchmal ein wenig zu detailliert. Wenn der Autor genauestens erklärt, wie man das Bondage-Seil schlingt und knotet, auf was zu achten ist und in welche Position man seine Sklavin legen kann, dann habe ich mich mehr mit der Technik beschäftigt als dass ich mich in die erotische Szene fallenlassen konnte. Auch gibt es, obwohl Liam immer mit absoluten SM-Neuliegen zu tun hat, immer wieder Szene-Begriffe und Ausdrücke ohne spätere Erklärung. Auch dadurch kam ich dann immer wieder aus dem Erleben des Buches heraus, weil ich nicht genau wußte, worum es gerade geht. (Ja, auch wenn ich schon sehr viele BDSM-Bücher gelesen habe, kenne ich doch nicht alle Szene-Begriffe.)

Was mich aber richtig gestört hat, sind immer wiederkehrende Redewendungen oder Phrasen, die Liam benutzt. Irgendwann nervte das dann nur noch. Leider.

Die Ideen sind gut, die Szenen lassen erahnen, dass der Autor genau weiß, was er da schreibt. Die Gefühle wollten bei mir aber einfach nicht überspringen. Ich konnte nicht spüren, was die Protagonisten spürten.

So möchte ich diesem Erstlingswerk gute

3 erotische Sterne geben.

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