„Dann zitter ich halt“ – Leben trotz Parkinson

Heute wird es ein wenig ernster auf meinem Blog. Das Thema Parkinson ist sicher nicht für viele Menschen interessant. Doch für Betroffene oder Angehörige ist es oft schwer, fachlich richtige Informationen zu finden und diese auch noch zu verstehen. Frank Elstner will mit seinem Buch Abhilfe schaffen. Für mich als Angehörige eines an Parkinson erkrankten Menschen war das Buch sehr lehrreich:

„Dann zitter ich halt“ – Leben trotz Parkinson

von

Frank Elstner und Jens Volkmann

240 Seiten

Dann zittere ich halt
Bildquelle und Klappentext: PIPER Verlag

Klappentext:

Parkinson ist nach Alzheimer die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Mehr als 350.000 Menschen im deutschsprachigen Raum sind an Parkinson erkrankt. Doch die Medizin hat gewaltige Fortschritte gemacht, eine Therapie ist heute viel besser möglich als noch vor wenigen Jahren.

Frank Elstner, selbst betroffen, und der Neurologe Jens Volkmann geben Antworten auf die wichtigsten Fragen: 
– Was sind die ersten Anzeichen von Parkinson?
– Wie ist der Krankheitsverlauf?
– Welche Therapien und Medikamente gibt es?
– Wie rede ich mit meinem Arzt?
– Wie kann man trotz Parkinson gut leben?

Das Buch gibt Einblicke in den neusten Stand der Forschung, behält aber auch den Menschen mit Parkinson im Blick. Es wendet sich an Betroffene und ihre Angehörigen.

Meine Meinung:

Die Diagnose Parkinson ist für Betroffene und Angehörige erst einmal ein riesen Schock! Denn es handelt sich um eine unheilbare Krankheit. Und die Krankheitssymptome gehen weit über das bekannte Zittern hinaus.

In seinem Buch führt Frank Elstner ein Gespräch mit seinem Neurologen Prof. Dr. Jens Volkmann. Dadurch dass Elstner selbst betroffen ist, ist die gesamte Gesprächsführung sehr rücksichtsvoll den Betroffenen gegenüber, ehrlich und verständlich. Oft genug sind Patienten beim Arztgespräch überfordert oder denken nur: „Ist doch eh nicht heilbar, was soll der Arzt schon machen, außer die Tablettendosis zu erhöhen!“. Weit gefehlt!

Das Buch vermittelt einen sehr verständlichen Einblick in die Krankheit selbst, deren Entstehung, der sehr schweren Diagnosestellung, den vielen Behandlungsansätzen und den hunderten unterschiedlichen Symptomen.

In ehrlichen, manchmal auch provokanten Fragen erhält Frank Elstner Antwort auf viele Fragen, die Parkinson-Patienten bewegen, die sie aber vielleicht nicht ihrem Arzt stellen.

Es gibt genaue und verständliche Antworten auf die Frage, warum Medikamente sein müssen und warum sie wann und wie eingenommen werden müssen. Die Bewegungstherapie, Ernährung und Perspektiven spielen ebenso eine Rolle wie die Selbstwahrnehmung.

Mir hat das Buch sehr viele offene Fragen beantwortet, Mythen aus dem Weg geräumt und das Verständnis für Betroffene noch einmal mehr erhöht.

Für Betroffene oder Angehörige dieser heimtückischen Krankheit finde ich das Buch eine sehr große Hilfe!

5 Sterne

5 Sterne

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