Bittersüsse Nachtschatten

Ein unbedarft geäußerter Wunsch und ein Pakt mit dem Teufel, das sind die Zutaten für das folgende Buch

Bittersüße Nachtschatten

Nachtschattengewächse Teil 1

von

Ann-Kathrin Wasle

Bittersüße Nachtschatten
Bildquelle und Klappentext: www.anankesreich.de

Klappentext:

»Was würdest du vom Teufel verlangen, wenn er dir einen Wunsch gewährt?«
In einer vergessenen Basilika unter der Prager Altstadt stellt sich Rita diese Frage. Und sie muss nicht lange über eine Antwort nachdenken: Wie einfach könnte doch ihr Leben sein, wäre sie nur ein wenig selbstsicherer, ein wenig durchsetzungsfähiger im Umgang mit den Männern. Keine dummen Anmachen mehr, keine aufdringlichen Kunden im Job, kein Gepfeife auf der Straße – es klingt beinahe zu schön, um wahr zu sein.
Und so spricht Rita ihre Bitte aus. Was sollte so ein unschuldiger Wunsch denn schon für Folgen nach sich ziehen?

Meine Meinung:

Rita ist bei ihrem Job als Kellnerin so einige Anmachen und Beleidigungen gewöhnt. Doch irgendwann platzt auch ihr der Kragen! Als ihr mal wieder alles zu viel wird, lernt sie Erika kennen. Ihr gegenüber scheint es leicht, all ihren Frust los zu werden und sich zu wünschen, selbstsicherer und mutiger zu sein. Und plötzlich verändert sich etwas in Ritas Leben…. und die junge Frau kann sich selbst nicht mehr trauen!

Eine eher düstere Geschichte über eine etwas schüchterne Frau, der es an Selbstvertrauen mangelt und die mit ihrem Schicksal hadert. Ihre inneren Dämonen bekämpft sie mit Selbstzerstörung. Alles wirkt ein wenig deprimierend. Die Stimmung des Buches ist traurig, einsam und voller Selbstzweifel.

Die Autorin geht mit den mystischen Elementen wie dem Teufel und Dämonen recht locker um und passt sie wie selbstverständlich in die Handlung ein. Das Ergebnis ist ein Fantasyroman, der fast vergessen lässt, dass es sich um Fantasy handelt.

Mir persönlich fehlt Rita ein wenig Tiefe, sie wirkt als Person eher farblos und uninteressant.

Sehr gut gewählt dagegen ist der Ort der Handlung. Prag! Hier sind Mythen zu Hause, hier fühlt man die Schwelle zwischen Leben und Tod regelrecht. Ich selbst war schon dort und von der Stimmung der Stadt begeistert!

Die Geschichte hat mich unterhalten, aber auch sehr melancholisch gemacht.

4 Sterne

PS. Werde ich Teil 2 lesen? Ich bin unschlüssig. Wenn, dann nicht wegen Rita, sondern wegen ihrem Freund Michal, der irgendwie interessanter war. Er hatte das gewisse Etwas, was mich neugierig auf die Person macht.


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