Artemis

Ein heikles Thema wird im folgenden Buch thematisiert: Vergewaltigung und Selbstjustiz… spannend oder zu viel? SPANNEND!

Artemis

von

Charlotte Charonne

470 Seiten

Artemis
Bildquelle und Klappentext: edition-krimi

Klappentext:

Ein Mädchen wird brutal vergewaltigt. Noch während die toughe Rubina Hiller und der charmante Simon Peick in dem Fall ermitteln, werden ihre Verdächtigen kurz hintereinander Opfer von Verstümmelungen. Ein Vergeltungsschlag? Oder stammt der Täter aus dem Drogenmilieu? Als ein weiterer Mann verstümmelt aufgefunden wird, suchen die beiden Kommissare Hilfe bei einer engagierten Journalistin. Doch dann eskaliert die Lage völlig und plötzlich schwebt jeder in Lebensgefahr, auch die Kommissare selbst.

Meine Meinung:

Dramatisch wird man in die Story hineingeworfen: eine junge Frau wird im Park überfallen und von mehreren Männern vergewaltigt! Sie ist so traumatisiert, dass sie nicht über die Tat oder Täter spricht. Und doch kommen nach und nach Tatverdächtige in den Fokus der Ermittler. Denn ein geheimer Rächer kastriert nach und nach alle Vergewaltiger.

Die Ermittler Ruby und Speick stehen vor einem Rätsel. Handelt es sich um einen Racheakt unter Drogendealern, um die Vergeltungstag von Angehörigen oder Freunden des Opfers oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Und sind die verstümmelten Männer wirklich die Täter?

Ein spannendes Katz- und Mausspiel beginnt, in dem der Racheengel Artemis den Ermittlern scheinbar immer einen Schritt voraus ist. Auch das Thema Fremdenhass wird in den Fokus der Story gestellt, gepaart mit Ignoranz oder auch einfach nur Angst vor dem Unbekannten.

Eine sehr gute Mischung, nicht mit erhobenem Zeigefinger sondern mit viel Fingerspitzengefühl, egal ob es um Rassismus, Selbstjustiz oder die Vergewaltigungsopfer geht.

Manche sehr blumigen Umschreibungen fand ich fast ein wenig zu poetisch für diese Story, haben mich gerade am Anfang ein wenig verwirrt. Man gewöhnt sich aber im Lauf der Geschichte daran.

Der Schluss ist so anders, als alles, was man so kennt, dass ich zuerst gar nicht wusste, was ich davon halten soll. Doch eigentlich ist es ein sehr reales und trauriges Ende…

4 ½ Sterne


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