Weißblut

Die Autorin Judith Laverna begeisterte mich schon mehrfach mit ihrer außergewöhnlichen und großartigen Fantasie.. zuletzt bei „Dornenblut“. Sie schafft es, bekannte Themen anders, tiefgründig und mega spannend neu umzusetzen. Heute widme ich mich daher mit ihr einem neuen Thema:

Weißblut

von

Judith Laverna

311 Seiten

Klappentext:

Ich bin das Weißblut.
Ich bin ein Mensch mit besonderem Blut. Und deshalb jagen sie mich. Ihre Herrscher wollen mich haben, um jeden Preis. Wer sind diese Wesen? Es gibt vor ihnen kein Entrinnen. Aber er – in dessen Obhut ich gegeben werde – er ist meine einzige Hoffnung, ihnen zu entkommen. Doch kann ich das schaffen – oder die Menschheit von ihrem grausamen Schicksal erlösen? Ich habe meine Menschlichkeit ja selbst schon fast verloren. Und doch soll gerade ich es sein, die ihn, eins dieser Wesen, von dem Wert eines Menschen überzeugen muss…

Meine Meinung:

Eiskalt wird der Leser schon von der ersten Seite an in eine düstere, blutrünstige und traurige Welt hineingeworfen! Die Visrubra, mächtige Wesen, beherrschen die Menschheit und zerfetzen sie mit ihren Reißzähnen. Junge Frauen werden entführt. Niemand weiß, was mit ihnen geschieht, denn niemand ist je zurückgekehrt.

Die Ich-Erzählerin schließt sich dem Widerstand an und scheitert kläglich. Doch irgend etwas scheint bei ihr anders zu sein, als bei „normalen“ Menschen… ihr Blut ist einzigartig! Und so kommt es, dass sie beim Anführer der Visrubra landet… als seine ganz persönliche Blutlieferantin!

Doch Eredin erliegt dem Größenwahn und übernimmt sich mit seinem Wunsch, das Nachbar-Reich einzunehmen… und das Weißblut landet beim Feind. Hier scheit alles ganz anders zu sein. Die Menschen leben gern neben den Visrubra und geben ihnen scheinbar freiwillig ihr Blut. Trügt der Schein oder sind hier wirklich alle so zufrieden? Und ist DAS das einzige Schicksal, das es für die Menschheit geben kann?

Die Geschichte enthält viele gesellschaftskritische Aspekte, setzt sich mit dem Wesen der Menschheit auseinander und mit der Frage, ist Freiheit und Selbstbestimmung wichtiger als Sicherheit und Frieden? Schwierige Fragen die zum Nachdenken anregen.

Das Thema der Blutsauger ist super gut und anders als in bekannten Werken, die Idee mit dem Weißblut sehr spannend… und die Frau selbst sehr autentisch. Die Geschichte ist emotional, ehrlich, nicht romantisiert und teilweise sehr brutal und kalt. Sie hat mich sofort in ihren Bann gezogen und ich konnte das Buch kaum weglegen… habe mit dem Weißblut mitgefiebert, gelitten und ihre Stärke bewundert.

Wieder ein tolles Werk der Autorin! 5 Sterne!


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