Unter dem Kauribaum

Mit der Buchreihe: „Das Lied des Paradiesvogels“ hat mich die folgende Autorin bereits begeistert! Daher war ich sehr erfreut, als ich las, dass es ein neues Werk gibt… das mußte ich unbedingt lesen…

Unter dem Kauribaum

von

Rebecca Maly

305 Seiten

Bildquelle und Klappentext: https://edelelements.de

Klappentext:

Wales, 1861. Schon bald nach ihrer Festnahme wegen Wilderei wird die 17-jährige Meriel Ellis mit einem Gefangenentransport nach Australien verschifft. Der Weg in die Freiheit eröffnet sich ihr dort erst, als sie eine Zweckehe mit dem charmanten Viehtreiber Dylan Ayreheart eingeht. Das Paar zieht auf eine Rinderfarm, wo Meriel sich in ihrem neuen Leben einrichtet und genauso harter Arbeit nachgeht wie die Männer. Mit der Geburt ihrer Tochter Eira ist ihr Glück nahezu perfekt, würden ihre Gedanken nicht regelmäßig nach Wales zurückschweifen – zu ihrer großen Jugendliebe Trevor Vaughan.
Als Dylan einen schrecklichen Unfall hat, muss Meriel erneut beweisen, dass sie eine Kämpferin ist – allen Widrigkeiten des Schicksals zum Trotz. Trost findet sie in dem wilden Land und in ihrer Begeisterung für die geheimnisvollen Lieder der Ureinwohner, da Musik seit jeher eine besondere Bedeutung für sie hatte. Und als es Trevor Vaughan, inzwischen ein erfolgreicher Gartenarchitekt, auf einer Expedition nach Australien verschlägt, scheint das Glück plötzlich zum Greifen nah …

Meine Meinung:

Eine ergreifende Geschichte! Die junge Meriel lebt in extrem armen Verhältnissen und sieht sich in der Verantwortung, für das Überleben ihrer Familie zu sorgen. Vater und Bruder sind fern der Heimat als Holzrücker unterwegs und können nicht helfen. Bald schon findet Meriel die Lösung: sie fängt Kaninchen und ernährt so ihre Mutter und die Geschwister. Dabei lernt sie den jungen Trevor kennen. Obwohl auf Wilderei hohe Strafen stehen und Trevor zur reichen Familie gehört, verrät er sie nicht sondern freundet sich mit ihr an.

Doch das Glück währt nicht lange, denn Meriel wird doch verraten und landet im Gefängnis! Mit ihren 17 Jahren wird sie bald darauf nach Australien deportiert. Ein harter Weg liegt vor ihr, die schwere Reise, ein Arbeitslager in einem fernen, fremden Land, terrorisierende Aufseher. All das wird sehr nachfühlbar beschrieben und man leidet mit der jungen Frau mit. Doch auch ihre Stärke ist bewundernswert.

Als sie den jungen Dylan kennenlernt, der sie aus dem Gefängnis raus heiretet, scheint ihr Schicksal sich endlich zum Guten zu wenden. Meriel mag den jungen Mann und mit der Geburt ihrer Tochter scheint das Glück perfekt. Bis Dylan bei einem Rodeo einen Unfall erleidet.

Auch hier kann man als Leser sehr gut nachempfinden, wie es sich für einen Cowboy anfühlen muß, nutzlos herumzuliegen und auf seine Frau angewiesen zu sein. Er fängt an zu trinken und wird immer unzufriedener.

Zwischendrin schwenkt die Story auch immer wieder zu Trevor und seinen Weg durchs Leben. Das fand ich sehr schön. Doch die beiden gehen vollkommen unterschiedliche Wege und es scheint so, als würden sie sich nie wieder begegnen… bis Trevor eine Expedition nach Australien angeboten bekommt!

Doch mittlerweile hat sich beider Leben so drastisch verändert, so sehr voneinander getrennt… kann ein Wiedersehen gelingen? Und was folgt dann? Doch all die Spekulationen sind nichtig, denn nichts kommt so, wie erwartet..

Am Ende ist es zwar trotz aller Dramatik ein wenig zu perfekt, aber …

Eine sehr emotionale, starke und spannende Geschichte über eine junge Frau und ihre Hoffnung auf eine gute Zukunft.

5 Sterne.


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