Tödliches Andenken

Zuletzt gelesen vom Autor Simon Geraedts habe ich „Sei brav und stirb“ und diese Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Nun hat der Autor ein neues Werk am Start und ich war gespannt, ob er mich auch dieses Mal so sehr fesseln konnte…

Tödliches Andenken

von

Simon Geraedts

269 Seiten

Bildquelle und Klappentext:
www.simongeraedts.de

Klappentext:


»Erzähle mir deine Geschichte, Kathi. Aber wenn du mich langweilst oder anlügst, bist du tot.«

Eines Nachts steigt Kathrin notgedrungen in ein fremdes Auto – ein schwerer Fehler. Der Fahrer entpuppt sich als gefährlicher Psychopath, der junge Frauen verschleppt und auf bestialische Weise ermordet.
In einem dunklen Keller wartet Kathrin auf den Tod, bis sie eine unverhoffte Entdeckung macht: Der Mauerstein, an den sie gekettet ist, ist lose. Wenn es ihr gelingt, den brüchigen Mörtel wegzukratzen, hat sie eine Chance zu entkommen. Um Zeit zu schinden, erzählt sie dem Wahnsinnigen mit der Wolfsmaske ihre bewegende Lebensgeschichte und unterbricht die Erzählung stets an der spannendsten Stelle, damit ihr Entführer sie bis zum nächsten Morgen verschont.
So wie Kathrin in der Nacht den Mörtel abträgt, enthüllt sie am Tag die Schrecken ihrer Kindheit und Jugend – bis sie sich einem dunklen Geheimnis nähert, von dem sie sich einst geschworen hat, es mit ins Grab zu nehmen …

Meine Meinung:

Ich war anfangs sehr skeptisch, ob eine Story, die an „Sherazade“ und ihre Erzählungen in 1001 Nacht angelehnt ist, zu einem Thriller passt. Doch ich wurde hier eines Besseren belehrt. Ja, das geht.

Im Prinzip erlebt der Leser hier also 2 Geschichten. Im Heute wird Kathrin von einem Fremden „gerettet“ und mit dem Auto mitgenommen. Doch bald stellt sich heraus, er ist ein Psychokiller und will die junge Frau brutal ermorden.

Aus lauter Verzweiflung bietet ihm Kathrin an, ihm ihr dunkelstes Geheimnis anzuvertrauen. Er würde es nicht bereuen.

Er geht auf den Deal ein und Kathrin erzählt von ihrer Kindheit, vom brutalen Vater, der ein Trinker war, von seinen unerfüllten Träumen und dem Hass gegen seine Tochter. Sie erzählt von ihrem Bruder, die sie über alles liebt… und von einem schrecklichen Ereignis, als sie 12 Jahre alt war.

Immer wieder muß ihr Entführer den Keller verlassen, in dem Kathrin angekettet ist, sie muß dadurch die Geschichte unterbrechen… und so gibt er ihr damit einen weiteren Aufschub vor ihren Tod.

Während sie also allein im Keller ist, versucht sie verzweifelt zu fliehen. Es scheint einen Ausweg zu geben… einen kleinen Hoffnungsschimmer. An ihn klammert sich Kathrin. Sie muß den Killer nur lange genug „beschäftigen“. Und so erzählt sie immer mehr und mehr der düsteren Ereignisse… bis zu ihrem dunkelsten Geheimnis…

Die Story ist wirklich spannend, als Leser ist man selbst ganz gespannt, wie die Geschichte damals weiter ging, was passierte und welche Konsequenzen das Alles hatte….

Da Kathrin im Jetzt allerdings ihre Situation sehr nüchtern betrachtet, trotz Angst und Todesdrohung, wenig Wasser und ohne Essen, kommen hier im Keller kaum Emotionen rüber. Als Leser fand ich die Situation zwar bizarr, aber nicht bedrohlich.

Die Erzählung aus der Vergangenheit hatte leider für mich auch einige Schwächen. Auch hier kamen für mich die Emotionen nicht ganz so stark rüber, wie man es bei so einer Geschichte eigentlich erwartet.

Die Story beider Handlungsstränge ist extrem spannend, fesselnd und sehr überraschend, die Emotionen allerdings bleiben dabei auf der Strecke.

Trotzdem ist die Geschichte sehr lesenswert, denn sie hält viele unerwartete Wendungen bereit und man kann das Buch kaum aus der Hand legen.

Ich möchte dem Buch gute

4 Sterne geben.


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