Das Haus der Verlassenen

Eine düstere Geschichte voller Leid, Hoffnung und Liebe hat heute den Weg auf meinen Blog gefunden…. also, holt die Taschentücher raus und dann hört mit mir:

Das Haus der Verlassenen

von

Emily Gunnis


Hörbuch Download (gekürzt), Laufzeit: ca. 8h 23 min,
gelesen von Britta Steffenhagen

Bildquelle und Klappentext: Randomhouse Verlag

Klappentext:

Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins ungewollt schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret‘s Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren Klosterbau nie mehr verlassen … Sechzig Jahre später stößt Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf Ivys flehentliche Briefe. Sie sind an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie sind sie zu Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret‘s zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen – auch in ihre eigene Gegenwart …

Meine Meinung:

Zuerst zur Sprecherin: Britta Steffenhagen hat eine unglaublich einzigartige Stimme, die sich mit jeder Person verändert und die Emotionen hervorragend auf den Hörer überträgt. Hat mir sehr gut gefallen!!

Die Geschichte selbst beginnt sehr dramatisch mit einer jungen Frau, die in einem Heim für ledige Mütter lebt und ihr Leben gibt, um ein anderes Mädchen zu retten.

Im Heute lernt der Leser dann die junge Sam kennen, die von ihrem Mann getrennt mit Kind und Beruf klarkommen muß und bei ihrer Großmutter einen geheimnisvollen Brief findet. Dieser regt die Neugier der Journalistin an und so macht sie sich auf die Suche nach der Briefeschreiberin.

Bei ihrer Recherche findet sie auch den Weg zu dem ehemaligen Mütterheim, das bald abgerissen werden soll. Die Zeit für Nachforschungen drängt also. Sam sucht nach Personal von damals, nach ehemaligen Bewohnerinnen des Heims und nach deren Geschichte. Und enthüllt dabei Erschreckendes!

Die Story ist unheimlich fesselnd und beängstigend traurig. Das Schicksal der Frauen, die in den 60er Jahren ohne Mann schwanger vor der Tür des Heims standen und auf Hilfe hofften, doch nur Verachtung erhielten. Das erschütternde Schicksal der Kinder… ich war oft genug den Tränen nahe…

Durch den Wechsel der Perspektive, mal aus der Sicht der Frauen im Jahre 1956 im Heim, mal aus der Sicht der Protagonisten in der heutigen Zeit, ist man immer sehr stark an den Emotionen beteiligt und daher noch näher in der Geschichte.

Irgendwann meint der Leser, den Fortgang der Story zu kennen… nur um dann durch eine mehr als unerwartete Wendung vollkommen schockiert auf ein dunkles Geheimnis zu stoßen, das die gesamte Geschichte in ein ganz anders Licht rückt.

Ich war hingerissen, verängstigt, habe gelitten und gehaßt! Die Emotionen kochen über in diesem Werk und der Leser kann sich dem nicht entziehen. Eine unheimlich spannende, tieftraurige und hoch emotionale Geschichte.

Unbedingt lesen oder hören!

5 Sterne


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