Ein alter Hut

Von der Autorin Ann-Kathrin Karschnick habe ich euch bereits mehrere Bücher vorgestellt, zuletzt zum Beispiel „Der Fluchsammler“. Nun gibt es ein neues, zauberhaftes Fantasy-Jugendbuch der Autorin und ich war gespannt, was der alte Hut zu bedeuten hat…

Ein alter Hut

von

Ann-Kathrin Karschnick

340 Seiten

Bildquelle und Klappentext: Papierverzierer Verlag

Klappentext:

Alle vierhundert Jahre wird eine mächtige Hexe geboren. Das Blöde daran ist nur, dass sie nichts davon weiß …

Geheimnisvolle und mysteriöse Dinge haben die sechzehnjährige Schülerin Anna schon immer fasziniert. Ein ungewöhnlicher Talentwettbewerb an ihrer Schule wirkt daher wie eine Einladung, zumal es bei diesem Casting ausgerechnet darum geht, ein Rätsel nach dem nächsten zu lösen. Annas Freunde Sarah und Ben drängen sie förmlich dazu, daran teilzunehmen, denn das versprochene Preisgeld können sie alle mehr als gut gebrauchen. 

Doch die Konkurrenz ist groß. Anna muss sich zum Beispiel gegen den Möchtegern-Sunnyboy Lukas und dem wahnsinnig faszinierenden Elias behaupten, während sie sich den immer schwierigeren Aufgaben stellt. Obendrein scheint die verrückte Jury rund um die Theaterlehrerin Magda gänzlich eigene, undurchschaubare Ziele zu verfolgen, woraufhin mehr auf dem Spiel steht als nur das Preisgeld. 

Dabei hatte alles so harmlos angefangen … mit einem alten Hut, einem Casting und einem bunten Haufen an Schülerinnen und Schülern.

Meine Meinung:

Die Story beginnt relativ klassisch mit einem schulischen Wiedersehen nach den Ferien. Alles scheint wie immer, der Schuldepp ist genauso nervig wie vor den Ferien und terrorisiert die Mitschüler, doch ETWAS ist anders.

Die Theaterlehrerin ruft zum Talentwettbewerb. Dem kann sich Benny, der selbsternannte große Zauberer der Schule, nicht entziehen. Und so kommt es zu einem eher peinlichen Nachmittag auf der Bühne, denn die Jury scheint gekauft und niemand ausser dem Sohn des Rektors scheint eine Chance auf Erfolg zu haben. Doch da haben die Schüler die Rechnung ohne die Lehrerin gemacht.

Die seltsame Frau, die noch neu an der Schule ist, ruft die Freunde wenig später zur weiteren Auswahl in den Keller der Schule. In den Keller? Oh ja, und hier geht es sehr, sehr seltsam zu….

Ich fand ich die Story ein wenig schleppend, die Protagonisten recht farblos, wenn auch sehr speziell. Doch die charakterliche Tiefe fehlte mir. Selbst als ich die Hälfte des Buches gelesen hatte, wußte ich von den Protagonisten nur einen Bruchteil. Kein Privatleben, kaum schulische Aktivitäten. Dafür immer mal wieder ein wenig Mobbing durch den Sohn des Direktors, der sofort einfach nur unsympatisch ist.

Dann die heimlichen Aufgaben der Theaterlehrerin, die nur gestreift werden, aber doch eigentlich der Hauptinhalt des Buches sind.

Die gesamte Geschichte liest sich wie eine kurze Zusammenfassung eines großen Ganzen, alles wird gestreift, nichts richtig ausgeführt. Der Leser bleibt am Rande der Story stehen, wird nicht mitgenommen.

Die Dramatik des Magischen hält sich im unteren Jugendbuch-Alter und das Ende ist in meinen Augen unbefriedigend schnell heruntergerasselt.

Leider war dieses Buch so gar nicht meins. Ich fühle mich für diese Art der Geschichten zu alt.

Daher möchte ich dem Buch gute

3 Sterne geben.


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