Die ewigen Toten

Es gibt Neuigkeiten von David Hunter! Der letzte Fall „Totenfang“ hat mir außerordentlich gut gefallen und so war ich sehr erfreut, wieder vom forensischen Anthropologen zu lesen…

Die ewigen Toten

David Hunter Teil 6

von

Simon Beckett

480 Seiten

Bildquelle und Klappentext:
Rowohlt Verlag

Klappentext:

Nur Fledermäuse verirren sich noch nach St. Jude. Das stillgelegte Krankenhaus im Norden Londons, seit Jahren verlassen und heruntergekommen, soll in Kürze abgerissen werden. Doch dann wird auf dem staubigen Dachboden eine Leiche aufgefunden, eingewickelt in eine Plastikhülle. Die Leiche, das sieht Dr. David Hunter sofort, liegt schon seit langer Zeit hier. Durch das trockene und stickige Klima ist der Körper teilweise mumifiziert. Als der forensische Anthropologe sie näher untersucht, stellt er fest, dass es sich um eine Frau handelt. Eine schwangere Frau. 
Beim Versuch, die Tote zu bergen, entdeckt die Polizei ein fensterloses Krankenzimmer, das nicht auf den Plänen verzeichnet ist. Warum wusste niemand von der Existenz dieses Raumes? Und warum wurde der Eingang zugemauert, obwohl dort nach wie vor Krankenbetten stehen? Betten, in denen noch jemand liegt…

Meine Meinung:

Gruselig beginnt die Story, mit einem seltsamen Todesfall in einem verlassenen Krankenhaus. Dabei macht das Team eine erschreckende Entdeckung: Es gibt einen geheimen Raum mit noch mehr Toten. Was geschah hier und wer wollte es vertuschen?

David Hunter wird zum Fall hinzugezogen, doch darf er nur eine der Leichen untersuchen. Für die anderen Toten wird ein externes Team herangezogen… Hunter ist zwar enttäuscht, doch steckt er all seine Energie nun in „seinen“ Fall. Doch die Tatumstände sind verwirrend, die Hinweise rar und Hunters Konzentration durch wenig entgegengebrachtes Vertrauen seitens der Polizei gestört.

Doch bald schon stösst der forensische Anthropologe zufällig auf eine heiße Spur. Die Situation ist angespannt, die Polizei reagiert sensibel, denn die Medien reißen sich um diese brisante Story.

Die Handlung plätschert um unterschiedliche Stränge herum, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Jede anfangs spannende Szene endet nichtssagend.

Ehrlich gesagt habe ich mich durch diesen Hunter hindurchgeschleppt. Es passiert augenscheinlich überhaupt nichts. Die wenigen spannenden Momente lesen sich wie kurze Schlagzeilen in einer Zeitung, genauso schnell vorbei wie begonnen.

Zwischendrin gibt es viele Fremdworte aus der Medizin, Pathologie und Orthopädie. Dazu langatmige Beschreibungen der chemischen Prozesse der Leichenzersetzung und der Arbeit eines Anthropologen.

Ja, ich weiß, das ist typisch für Simon Beckett und gehört halt zum David Hunter dazu. Trotzdem fand ich es dieses Mal besonders anstrengend. Ebenso nervte mich der ewige Machtkampf unter den Ermittlern und gegen Hunter. Mißtrauen, Selbstüberschätzung und herablassende Aussagen prägen den Verlauf der Story. Dabei gerät der eigentliche Mordfall immer wieder in den Hintergrund.

Ich weiß nicht, was genau es ist, doch irgendwie konnte mich dieses Buch nicht packen.

Es gibt natürlich viele irreführende Hinweise, viele Psychospielchen mit dem Leser und der Schluß ist nochmal eine Überraschung… obwohl… mußte es (wieder) SO enden?

Nun ja, ich möchte dem Buch sehr, sehr gut gemeinte

4 Sterne geben.


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