Equinox: Das Lichtmal Tanayars

Von der Autorin Janine Prediger habe ich bereits mit Begeisterung die Bücher über „NARUEL“ gelesen… eine wahnsinnig spannende High-Fantasy-Reihe! Nun gibt es ein ganz neues Abenteuer der Autorin! Ich war sehr gespannt, in welche Abgründe sie uns dieses Mal entführt:

Equinox: Das Lichtmal Tanayars

von

Janine Prediger

(525 Seiten)

Klappentext:

Arbeiter, Schamane, Künstler oder Herrscher 

In Yaradan, der Stadt der Sonnenkinder, wird jedes Kind in eine dieser vier Kasten hineingeboren und bekommt damit einen festen Platz in der Gesellschaft zugewiesen.

Bei den diesjährigen Feierlichkeiten der Schamanenweihe kommt es jedoch zu einem grausamen Zwischenfall, bei dem eine Sonnentochter ums Leben kommt. Doch handelt es sich wirklich um eine Strafe des Sonnengottes, oder steckt etwas anderes hinter dem Tod der talentierten Schamanin?

Die Arbeiterin Kamyri glaubt nicht, dass das plötzliche Ableben ihrer älteren Schwester von den Göttern bestimmt sein soll, wie es der oberste Herrscher verlauten lässt. Ihre Zweifel und Fragen bringen die Arbeiterin schnell in tödliche Gefahr.

Auf der Suche nach der Wahrheit gerät Kamyri immer tiefer in eine dunkle Verschwörung hinein. In den verworrenen Mythen ihres Volkes findet sie Antworten, aber begegnet auch einem lange vergessenen Feind, der nicht nur ihr Leben, sondern das aller Sonnenkinder in Yaradan bedroht.

Meine Meinung:

Eine beängstigende Welt: Die Bewohner von Yaradan sind in unterschiedliche Kasten eingeteilt. Dabei hat man selbst keinen Einfluss auf die Kaste, man wird durch charakteristische Merkmale hineingeboren. So kommt es auch vor, das Familienmitglieder unterschiedlichen Kasten angehören. Genau das ist Kamyris Schicksal. Ihre Eltern und ihre Schwester sind Schamanen, doch sie ist als Arbeiterin geboren. Darum darf sie nun, da sie alt genug ist, nicht mehr bei ihrer Familie wohnen und muß ins Arbeiterviertel ziehen. Dort arbeitet sie auf dem Feld, im Wald oder wo sie sonst gebraucht wird. Sie beklagt sich nicht, ist harte Arbeit gewohnt.

Kamyris Stärke hat mich sofort mitgerissen. Die junge Arbeiterin trägt ihr Schicksal mit Fassung. Denn laut Gesetz dürfen sich die unterschiedlichen Kasten nicht mischen. Und so hat sie kaum noch Kontakt zu ihrer Schwester und ihren Eltern. Nur nachts darf sie das Viertel ihrer Eltern betreten und diese kurz besuchen. Doch Kamyri akzeptiert ihr Leben und verhält sich unauffällig. Sie glaubt an das System.

Und doch gerät sie durch den plötzlichen Tod ihrer Schwester ins Visier des Herrschers. Als ihr Leben bedroht wird, sieht sie nur einen Ausweg…

Nun erfährt Kamyri eine andere Seite der Kasten, der Machtverteilung und der Verdummung des Volkes. Sie will helfen, das Volk zu befreien.. dabei muss sie oft an ihre Grenzen gehen.. doch mit der Hilfe eines ganz speziellen Wesens fühlt sie sich stark genug für diese Mission..

Ich war von der ersten Seite an gefesselte von der Story. Kamyri ist so anders als erwartet. Sie ist stark, robust, unkompliziert und liebenswert. Durch ihre Arbeitergene ist sie belastbar und lässt sich nicht so schnell einschüchtern.

Ich fand es Klasse, dass trotz einer Begegnung mit einem außergewöhnlichen Mann und einer anfänglichen „Zweckbeziehung“ keine romantisch ausufernde Story daraus wurde. Es geht um eine lebenswichtige Mission und alles Andere ist unwichtig.

Bis zum Ende steigert sich die Spannung, es wird hart gekämpft und es gibt viele Opfer. Doch für ihre Freiheit sind die Rebellen zu Allem bereit.

Ein wahnsinnig mitreißender, fantastischer und gesellschaftskritischer Roman mit herrlichen Charakteren!

5 Sterne.


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