Der Outsider

Ich liebe ja die Bücher von Stephen King. Von seinen neuen Büchern habe ich leider schon eine ganz Weile nichts mehr gelesen. Dies wollte ich mit dem neuesten Werk nachholen. Durch einige negative Kritiken vorgewarnt, machte ich mich ans Werk und war gespannt, ob es MICH fesseln konnte:

Der Outsider

von

Stephen King

752 Seiten

Bildquelle und Klappentext:
Verlagsgruppe Random House

Klappentext:

Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also?

Bei den andauernden Ermittlungen kommen weitere schreckliche Einzelheiten zutage, aber auch immer mehr Ungereimtheiten. Hat der nette Maitland wirklich zwei Gesichter und ist zu solch unmenschlichen Schandtaten fähig? Wie erklärt es sich, dass er an zwei Orten zugleich war? Mit der wahren, schrecklichen Antwort rechnet schließlich niemand.

Meine Meinung:

Die Story beginnt extrem spannend. Ein brutales Verbrechen an einem kleinen Jungen versetzt die Polizei in Aufruhr. Der Killer scheint schnell gefunden und wird in einer spektakulären Aktion öffentlich verhaftet. Doch der Coach einer Jungenbaseballmannschaft beteuert seine Unschuld! Die Beweise am Tatort allerdings sprechen eine eindeutige Sprache: Terry war am Tatort, wurde von Zeugen gesehen und hat DNA-Spuren hinterlassen. Allerdings hat Terry ein wasserdichtes Alibi! Wie kann das gehen? Was geht hier vor?

Den Ermittlern lässt der Fall trotz eindeutiger Beweise keine Ruhe und so tauchen nach und nach immer mehr Spuren auf, die für noch mehr Verwirrung sorgen. Bis eine Detektivin einen unheimlichen Verdacht hegt….

Der Anfang des Buches ist wirklich extrem spannend. Die vielen Hinweise, die widersprüchlichen Beweise. Man ist als Leser hin und her gerissen, ob Terry der Täter ist oder nicht. Ob er ein hinterhältiger Mörder mit zwei Gesichtern ist oder ein unschuldiges Opfer der Justiz.

Dann, als der Fall eigentlich zu den Akten gelegt ist und die Ermittler eigenmächtig weiter recherchieren, wird die Handlung ein wenig langatmig. Die Recherchen sind eher trocken, es passiert wenig, werden nur Fakten zusammengetragen. Aber als Leser will man natürlich wissen, wie es zu den doppelten Beweisen kam. Dann… die Wende, es wird mystisch, es wird kingtypisch gruselig…

Und als die Spannung wieder steigt und ein annehmbares grusel-Level erreicht, beendet der Autor das Buch total unspektakulär…. ich kam mir irgendwie betrogen vor… der Schluß des Romans wirkt lieblos abgekürzt, Seitenzahl erreicht, Ende…. sehr, sehr schade… da wäre riesig potential drin gewesen….

Schwierig, aber ich gebe dem Buch

3 Sterne.

 


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