Zwischen Macht und Liebe

Ich stehe ja irgendwie total auf historische Romane, in denen es um Personen geht, die auch wirklich existiert haben. Und Katharina die Große, die Zarin von Rußland, hat mich schon als Kind fasziniert. Es gibt mehrere, sehr umfangreiche Biografien von ihr, die ich gelesen habe. Als ich hörte, dass es eine neue Geschichte zu dieser aussergewöhnlichen Frau gibt, war ich neugierig.. ich hoffte, es wird nicht zu romantisiert… denn romantisch war ihr Leben wahrlich nicht… doch schaut selbst:

Zwischen Macht und Liebe:

Ein Roman über Katharina die Große

von

Susan Hastings

Klappentext:

Der epische Roman über das Leben von Katharina der Großen

Prinzessin Sophie von Anhalt-Zerbst ahnt nicht, dass der blasse, schmächtige Junge, der ihr bei einem Familientreffen im Eutiner Schloss gegenüber steht, einmal der Wegbereiter ihres Lebensschicksals sein würde. Als Tochter eines preußischen Generals und Spross eines der bedeutungslosesten und ärmsten Fürstentümer Deutschlands macht sie sich keine Illusionen über ihre Zukunft. Und dem kränklich wirkenden elfjährigen Peter Herzog von Holstein-Gottorp widmet sie nicht mehr als die gerade notwendige höfliche Aufmerksamkeit. Das ändert sich fünf Jahre später, als die regierende Zarin von Russland eine Einladung an Sophies Mutter sendet. Sophie wird als Braut für den Neffen der Zarin, eben jenen Peter Herzog von Holstein-Gottorp auserwählt und so wird aus Sophie Katharina und nach Jahren einer schwierigen Ehe schließlich Zarin Katharina.

Meine Meinung:

Die Geschichte eines Mädchens, welches ihr ganzes Leben lang nach Anerkennung und Liebe suchte und dabei immer im Schatten Anderer stand. Doch Katharina, ehemals Sophie, geht ihren Weg unbeirrbar weiter, denn es gibt Eines, wovon sie schon seit Kindertagen träumt: einmal eine Krone zu tragen.

Von der Mutter wird das kleine Mädchen verachtet, denn Mädchen kosten nur Geld und sind zu nichts Nutze. Nur Jungs sichern den Fortbestand der Dynastie. Und so steht Sophie immer im Schatten ihres kleinen, behinderten Bruders. Doch als sie an den russischen Hof gerufen wird, scheint sich ihr Leben zu wandeln. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt, wird umschwirrt und umgarnt… und versucht, die Aufmerksamkeit des zukünftigen Zaren, Peter, für sich zu gewinnen.

Peter ist in Holstein aufgewachsen und ein Preußengünstling durch und durch. Er hasst Russland und verachtet alles russische. Die amtierende Zarin setzt daher all ihre Hoffnung auf Katharina. Sie soll aus Peter einen Zaren machen, mindestens jedoch einen Thronfolger gebären.

Katharina erlebt Demütigungen der übelsten Art am Hofe Rußland´s und irgendwann erwacht ihr Wille zur Macht… von jetzt an ändert sich Alles… in kleinen Schritten, aber unaufhaltsam.

Dass die Story nicht neu ist, war mir bewußt und habe ich auch erhofft. Leider aber bleiben die Emotionen auf der Strecke. Das Buch liest sich wie eine grobe Zusammenfassung der mehrteiligen Bände, die es bereits über Katharina gibt. Die Sätze sind oftmals so geschrieben, dass man das Gefühlt hat, hier werden Ereignisse von mehreren Monaten zusammengefasst… nur um dann zu merken, dass man als Leser immer noch am gleichen Tag verweilt. Sehr verwirrend.

Die Geschichte ist eine gut recherchierte Abhandlung zum Leben und der Entwicklung von Katharina. Es wird zwar oft geschrieben, wie viel das Mädchen weint und leidet, leider konnte ich als Leser aber nicht mitleiden. Ich fühlte den Schmerz nicht, ich las ihn und nahm ihn zur Kenntnis. Schade.

Ich habe mir von dem Buch mehr versprochen. Mehr Gefühl als in anderen Büchern über diese außergewöhnliche Frau. Dem ist leider nicht so. Geschichtlich kann sich das Buch sicher einreihen in die lange Reihe der Bände über Katharina, aber leider ist da auch nicht mehr…

Wer noch nie etwas über die Zarin Katharina gelesen hat, wird hier sehr viele Informationen bekommen und unheimlich viel lernen.

4 Sterne für eine gut recherchierte Geschichts-Story.

 


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