Zentolia – Glasglanz

Und wieder beginnen wir den Tag fantastisch-dystopisch. Mit einem Roman, der den Titel: „SIEGER des digi:talents Schreibwettbewerbs Romantasy 2018 mit Sweek“ trägt. Nun, das machte mich neugierig…. und dann der Aspekt, dass es in dem Buch um magische Steine geht… ich liebe Edelsteine…

Zentolia. Glasglanz

von

Tamara Schmid

(440 Seiten)

Bildquelle und Klappentext:
Arena Verlag

Klappentext:

***In einer Welt ohne Sonnenlicht ist Liebe der einzige Weg aus der Dunkelheit***
Fauna lebt in Zentolia – eine Stadt erbaut aus Stein und Metall, umgeben von hohen Mauern. Draußen lauern nichts als Tod und Verdammnis. Drinnen sorgen Ordnungsstifter für eine strenge Überwachung der Stadtbezirke. Das Leben in Zentolia ist hart. Und die Herrscherin Szempra verzeiht keine Fehler. Daher ist Fauna extrem vorsichtig, lässt außer ihrem besten Freund Ronan und ihrer Mutter niemanden an sich heran. Als plötzlich beide spurlos verschwinden, ist sie gezwungen, bei der Suche die Hilfe eines zwielichtigen Fremden anzunehmen. Aber warum kennt Sander sich an den dunkelsten Ecken Zentolias so gut aus? Und was will er wirklich von ihr? Schon bald begreift Fauna, dass sie erneut bestohlen wird. Die Beute? − Ihr Herz.
Obwohl ihr das anfangs gar nicht passt, bleibt Sander hartnäckig. Er stellt sich als besonders geschickter (und noch dazu verdammt gutaussehender) Dieb heraus. Doch kann sie ihm wirklich trauen?

Meine Meinung:

Anfangs war ich skeptisch, ob ich in die Geschichte hinein finden werde. Man wird man als Leser gleich von der ersten Seite an ins kalte Wasser geworfen. Typisch dystopisch gibt es eine eigene Gesellschaftsform, fremd wirkende Ränge unter der Bevölkerung, eine diktatorische Lebensweise… und folgsame Bürger. Ich war verwirrt… und schon nach wenigen Seiten trotzdem mittendrin! Die Story hat mich gefesselt und fasziniert.

Es geht um Fauna, die Ich-Erzählerin der Geschichte. Sie lebt schon ihr ganzes Leben in Zentolia und das ist gut so. Denn in Zentolia ist es sicher. Außerhalb der hohen Mauern lauert der Tod! Fauna versucht sich immer unauffällig zu verhalten, sich dem System anzupassen. Sie sieht ja auch keinen Grund, die Vorgaben der Herrscherin anzuzweifeln, glaubt fest an das System.

Bis plötzlich ihre Mutter und ihr bester Freund verschwinden. Fauna ist verzweifelt. Sie ist gezwungen, ihr Leben ganz neu zu ordnen, Aufgaben zu erfüllen, denen sie sich nicht gewachsen fühlt und dabei nicht aufzufallen. Sie möchte doch nur ihr Leben so weiter führen, wie bisher. Behütet von den Ordnungshütern des Systems und Szempra, der Herrscherin. Doch als nun auch noch Sander in ihrem Leben auftaucht, ist nichts mehr wie vorher. Denn Sander erzählt ihr Geschichten, Lügengeschichten von außerhalb der Mauern. Und Sander ist hartnäckig, wenn es darum geht, Fauna auf andere Gedanken zu bringen. Und so wird aus dem nervenden Lügner, der Fauna stalkt, bald ein willkommener Freund.

Und als Sander das junge Mädchen nach und nach in die wahren Geheimnisse Zentolias einweiht, bricht für Fauna eine Welt zusammen….

Ich finde die Story richtig gut geschrieben. Man kann die Gefühle, die in Fauna toben, ehrlich nachvollziehen. Der sture Glaube an das System, der ihr jahrelang eingetrichtert wurde. Die Angst vor dem Unbekannten, die Verzweiflung, die Panik vor den Konsequenzen, wenn sie bei etwas Verbotenem erwischt wird. Der Unglaube, dass es auch noch etwas Anderes gibt, als das, was Szempra erzählt.

Das Buch hat mich tief berührt und gefangen.

Die Story ist so vielschichtig, emotional, rasant und beklemmend… einfach genial!!

5 Sterne.


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