krimi, selfpublisher, thriller

Kalte Haut

Mit „Böses Kind“ hat es der Autor geschafft, mich schwer zu beeindrucken. Heute stelle ich euch einen weiteren Thriller aus seiner Feder vor:

Kalte Haut

von

Martin Krist

(530 Seiten)

Bildquelle und Klappentext:
Martin Krist

Klappentext:

Berlin wird von einer Mordserie erschüttert. Der Täter stellt Filme ins Internet, auf denen zu sehen ist, wie er seine Opfer quält. Dann lockt er Journalisten zu den Leichen. Vieles deutet auf einen Zusammenhang mit den Ausländerhetzkampagnen des Innensenators hin.
Kommissarin Sera Muth und ihr Ermittlungsteam ziehen den Polizeipsychologen Dr. Babicz hinzu. Diesem kommt das Vorgehen des Täters vertraut vor. In den USA hatte er bei der Überführung eines Mörders mitgewirkt, der seine Opfer bei lebendigem Leib häutete. Ist der »Knochenmann« zurück?

Meine Meinung:

Alles beginnt mit einem deutschen Profiler (Psychologe beim FBI) in den USA, der erfolgreich eine brutale Mordserie abgeschlossen hat. Er kehrt nach Jahren zurück nach Deutschland und begegnet hier seinen alten Dämonen.

Berlin wird in diesen Tagen von unterschiedlichen Schlagzeilen bestimmt und der Leser lernt nun die verschiedenen Protagonisten kennen. Da wäre zum Einen die türkischstämmige Kommissarin Sera, die mit Vorurteilen aus der Familie und der konservativen Türken zu kämpfen hat. Zu allem Übel ermittelt sie auch noch im Fall eines „Ehrenmordes“..

Dann wäre da noch die Journalistin Tanja , die im Fall von Schlamperei bei den Berliner Verkehrsbetrieben recherchiert. Auch hier gibt es einige private Probleme, die ihre Arbeit überschatten.

Und Robert, der Fallanalytiker, der nach 4 Jahren zurück nach Deutschland kommt und seine Vergangenheit bewältigen muß, die ihn auf Schritt und Tritt verfolgt und martert.

Die „Vorstellungsrunde“ der Protagonisten und die vielen, scheinbar nicht zusammen passenden Fälle haben für mich den Anfang ein wenig zäh werden lassen. Dadurch, dass man mit jedem Kapitel den Schauplatz und den Protagonist wechselt, fand ich anfangs keinen richtigen Bezug zu den Personen.

Das änderte sich leider erst ab 30% Lesefortschritt, was für meinen Geschmack ein wenig lang war.

Danach nimmt die Story dann langsam Fahrt auf. Es taucht ein abartiges Video auf, von einem entführten und gefolterten Opfer. Bald darauf wird schon die Leiche gefunden. Die Ermittlungen gehen in unterschiedliche Richtungen und  Richard, der Psychologe und Fallanalytiker wird als Berater hinzugezogen. Er findet erstaunliche Parallelen zum „Knochenmann“ aus den USA. Gibt es einen Nachahmer? Welche Motive bewegen den Killer und welche Rolle spielt Tanja bei all dem? Denn sie scheint bald der Dreh- und Angelpunkt um die Morde zu sein.

Als Leser hatte ich immer mal wieder das Gefühl, dass mich der Autor hier ganz übel an der Nase herum führt, konnte dies aber nicht richtig fest machen. Und so wird man von einer falschen Fährte zur Nächsten gezerrt, ist ratlos wie die Ermittler und fragt sich, wer hier welches Geheimnis hat.

Leider blieb für mich in diesem Buch aber die Spannung eher niedrig. Ich weiß nicht, was mir fehlte. aber ich fand wenig Bezug zu den Protagonisten. Vielleicht waren es mir auch zu viele unterschiedliche Handlungsstränge. Ja, am Ende führe alle Wege zusammen und alles ergibt irgendwie Sinn. Aber mir war es trotzdem zu viele Umwege, um ans Ziel zu gelangen. Ich habe das Gesamtbild zu oft aus den Augen verloren und war dann nicht richtig bei der Sache.

Den Schluß fand ich dann fast schon zu abrupt erzählt. Die Idee ist Klasse, aber „es“ hat mich nicht so gepackt, wie erwartet.

Ich möchte dem Thriller „Kalte Haut“

4 Sterne geben.

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