fantasy, Jugendliteratur, selfpublisher

Libellenfrühling

Heute bekommt ihr mal wieder eine andere Seite des Genres Fantasy bei mir… ein Fantasybuch für Kinder und Jugendliche… und jung gebliebene 😉

Libellenfrühling

von

Dennis Kohlmann

(ca. 152 Seiten)

Bildquelle und Klappentext:
http://denniskohlmann.blogspot.de

Klappentext:

Als seine Schwester Mia unter mysteriösen Umständen in ein Koma fällt, ist Julien so entsetzt, dass sich in seinem Kopf eine Idee festsetzt, die ihn einfach nicht mehr loslassen will: Dieses Mädchen kann niemals seine Schwester sein. Das Gesicht zu fahl, die Haare zu zerzaust und den Augen scheint jegliche Farbe gewichen. Julien ist sich sicher: Der Wald hat sich Mias Seele geholt und diese leere Hülle wieder ausgespuckt.

Meine Meinung:

Das Buch ist, anders als erwartet, recht poetisch-anspruchsvoll geschrieben.

Der Junge Julien soll seine große Schwester bei einem nächtlichen Ausflug decken, doch er versagt. Als Mia am nächsten Morgen wieder auftaucht, ist nichts mehr so, wie es mal war. Mia fällt ins Wachkoma und niemand kann sich erklären, was in der Nacht passiert ist.

Julien hingegen zweifelt daran, dass dieses blasse Mädchen mit den leblosen Augen im Krankenbett tatsächlich seine Schwester sein soll. Und so macht er sich auf die Suche nach der wahren Mia…

Die Story ist unerwartet ernst, denn das Koma von Mia verändert das Familienleben gewaltig. Auch Juliens Handlungen werden davon stark beeinflußt, macht er sich doch insgeheim Vorwürfe, dass er Mia in der Nacht hat gehen lassen.

Weil Julien nach wie vor glaubt, dass Mia nicht in dem Krankenhausbett liegt sondern irgendwo im Wald verloren gegangen ist, macht er sich Tag für Tag auf, um die wahre Mia zu suchen. Er durchkämmt den Wald und stößt dabei auf den seltsamen Mann, den alle nur „die Mumie“ nennen. Was hat es mit ihm und seinen eigenartigen Gewohnheiten auf sich?

Die Geschichte ist anders als erwartet, sehr traurig, nachdenklich, ernst. Der Fantasyanteil an der Story ist verschwindend gering. Im Wesentlichen geht es um das traumatische Ereignis des Jungen Julien, der mit allen Mitteln seine Schwester retten möchte. Sein Weg dorthin ist mit Vorurteilen und Mißverständnissen gepflastert. Julien muß feststellen, dass man sich Vertrauen erarbeiten muß und dass echte Freundschaft gepflegt werden muß.

Ich bin hin und her gerissen, was meine Meinung zu dem Buch als Jugendbuch angeht. In meinen Augen ist dies ein Buch für Jugendliche ab 13-14 Jahre. Allerdings sind die Gedanken von Julian seinem Alter (10 Jahre) entsprechend „einfach“ gehalten. Der übrige Buchtext aber sehr poetisch-anspruchsvoll.

Ich selbst fand das Buch eher traurig und beklemmend… sicher kein Buch für eine Gute-Nacht-Geschichte… aber eine Geschichte, die in schweren Zeiten Mut machen soll…

„Libellenfrühling“ bekommt von mir

3 sehr gute Sterne.

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