Allgemein, fantasy, Jugendliteratur, Papierverzierer Verlag

Eiskalter Atem

Das elitäre London im 19. Jh… hier spielt ein Jugendroman, der romantisch, geheimnisvoll und magisch überraschend sein soll. Ich war gespannt:

Eiskalter Atem

Das Vermächtnis der Lovegroves

von

Alyxandra Harvey

Bildquelle und Klappentext:
papierverzierer Verlag

(ca. 440 Seiten)

Klappentext:

Emma und ihre Cousinen Gretchen und Penelope fühlen sich in ihrer Welt, die aus Bällen, lästigen Knicksen und höflichen Konversationen besteht, nicht wohl. Im elitären London des beginnenden 19. Jahrhunderts sind Bibliotheken und Waldspaziergänge anscheinend die besten Alternativen, um den heiratswütigen Herren zu entkommen. Doch dann wird ein Mädchen unter mysteriösen Umständen ermordet und alle Hinweise deuten auf Emma hin. Als sie versucht, der Sache selbst auf den Grund zu gehen, findet sie mehr über sich und die gefährliche Wahrheit ihres Familienvermächtnisses heraus, als ihr lieb ist. Zudem bietet der attraktive und geheimnisvolle Cormac Fairfax an, ihr bei den Ermittlungen zu helfen, doch sein Verhalten ist wenig vertrauenerweckend.

Meine Meinung:

 Nachdem ich schon einige magische, geheimnisvolle und romantische Jugendbücher gelesen hatte aber jetzt schon länger Keines dieses Genres, habe ich mich auf dieses Buch wirklich gefreut. Doch leider bekam meine anfängliche Leseeuphorie einen Dämpfer.

Der Leser wird von der ersten Seite an ziemlich brutal ins kalte Wasser geschleudert. Es geht sofort los mit magischen Szenen, mit unterschiedlichsten Zirkeln, mit Familenverbänden, Hexenkräften und Zauberformeln… ich wußte kaum, wo mir der Kopf steht… das war alles ein wenig viel auf einmal. Ich hatte das Gefühl, bei einer Buchreihe Teil 4 erwischt zu haben… als hätte ich die Hälfte der vorangegangenen Handlung verpaßt.

Die beschriebenen magischen Kampfszenen am Anfang sorgen auch nicht wirklich für ein Entwirren der Handlung. Der Kampf beginnt und ist so schnell zu Ende, dass ich als Leser gar nicht kapiert habe, was gerade passiert ist… dann flammt er wieder auf… und ist nach wenigen Sätzen auch schon wieder vorbei.

Ich gebe zu, ich hatte arge Schwierigkeiten, bei der Sache zu bleiben. Die verwirrenden Handlungen, die verwirrenden Zusammenhänge und die total naive Emma machten es mir nicht leicht…

Zur Handlung: Es geht also um Emma und ihre Cousinen, die mit ihrem 16. Lebensjahr plötzlich erfahren, dass sie Hexen sind. Fortan stolpern sie in unerklärliche Situationen und über ermordete Mädchen, werden in magische Handlungen hineingezogen, von „Bewahrern“ gejagt und  in eine Hexenschule geschickt…

Die Idee finde ich total süss und auch die Protagonisten sind nach anfänglichem Kennenlernen sehr eigen und sympatisch. Aber die Handlung raste einfach zu sehr an mir vorbei. Die magischen Szenen sind nicht detailliert beschrieben, viele Wendungen so kurz angebunden erzählt, dass meine Fantasie auf der Strecke blieb.

Mit mehr Details, ein wenig mehr Zeit bei vielen rasanten Szenen und ein wenig mehr „Tiefe“ bei der Handlung hätte mir das Buch sicher gefallen. So aber bin ich einfach nicht hineingekommen. Bis zum Schluß habe ich immer mal wieder bei verschiedenen Szenen einfach „abgeschaltet“, weil ich nicht mehr bei der Sache war. Schade.

Ich möchte dem Buch „Eiskalter Atem“

gute 3 verhexte Sternchen geben.

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