fantasy, Jugendliteratur

Der Weg des Heilers 1- Der verletzte Himmel

Ein neuer Fantasy-Roman hat mich erreicht.

Der verletzte Himmel

(Der Weg des Heilers 1)

von

Isa Day

(ca. 207 Seiten)

Bildquelle und Klappentext: isaday.net/

Bildquelle und Klappentext:
isaday.net/

Klappentext:

In einem von finsteren Mächten zerrissenen Land muss Joshi den wahren Feind finden, denn nur so kann er sein Volk und seine Heimat vor der Vernichtung bewahren.

Das Volk der Arrya lebte noch nicht lange in den ebenso wilden wie prachtvollen Wäldern Erriadas, als eines Nachts die anderen Bewohner des Landes – die Geister – alle erwachsenen Menschen verschleppten. Zurück liessen sie deren Kinder, auf sich selbst gestellt und dem Tod geweiht.

Seit damals sind sieben Jahre vergangen. Die jungen Arrya haben aufgrund ihrer engen Verbundenheit und der aussergewöhnlichen Fähigkeiten zweier Brüder überlebt: Marcin, mit achtzehn Jahren das älteste der Kinder, trotzt als Anführer selbst der harschesten Kaltzeit das Überleben des jungen Volkes ab. Sein siebzehnjähriger Bruder Joshi – magisch begabt, aber todkrank – bewahrt das verbliebene Wissen und erzieht die Kleinsten.

Unvermittelt flammt der Konflikt, der ihnen die Eltern nahm, wieder auf und finstere Einflüsse stürzen ihre Heimat ins Chaos. Sinjhar, der legitime Königssohn der Arrya, hat die Macht an sich gerissen und ruft zum Krieg gegen die Geister auf. Nur Joshi stellt sich ihm entgegen. Durch seine Magie ist er auf einzigartige Weise mit dem Land verbunden. Getrieben vom Gefühl, dass an den Überlieferungen etwas nicht stimmen kann, sucht er nach den wahren Hintergründen des tödlichen Konflikts und der Quelle des Bösen.

Dafür muss Joshi seinen eigenen Weg gehen – gegen alle Loyalität und Traditionen. Doch wie sehr darf er seiner Intuition vertrauen? Schliesslich fliesst in seinen Adern nicht nur das Blut der Menschen, sondern auch das ihrer Feinde.

Meine Meinung:

 Anfangs war ich noch ein wenig skeptisch, ob mir das Ganze nicht zu viel „Kinder-Kram“ ist. Doch weit gefehlt. Die mystische Welt, die seltsamen Lebewesen und die andersartigen Menschen ließen mich ein ums andere Mal an „Avatar“ denken. Und genau wie bei diesem Film kann man sich nach einigen Seiten dem magischen Sog der Geschichte kaum noch entziehen.

Die Kinder und Jugendlichen, die ohne Eltern aufwachsen müssen, geraten mehr und mehr zwischen die Fronten im Konflikt mit dem Machtgehabe des Königssprosses Sinjhar und dem besonnenen Wesen des Beraters Joshi. Doch in der Not fühlen sich hilflose Menschen meist mehr zu den Machtmenschen hingezogen. Und so gelingt es Sinjhar mit großen Sprüchen und Gewalt, die Kinder auf seine Seite zu ziehen. Fortan herrschen Unterdrückung, Angst und Mutlosigkeit unter den letzten Bewohnern Erriadas.

Als der Himmel ein zweites Mal aufzureißen droht und damit die Menschheit dem Untergang Preis geben würde, ruft der König zum Kampf gegen die Geister auf, denn er ist der Meinung, dass nur sie Schuld am Zerbrechen des Gefüges der Welt sind.

Joshi hingegen sucht in der alten Chronik seiner Großmutter nach Antworten und will einen Krieg, den die Kinder niemals gewinnen können, unbedingt verhindern.

An seiner Seite sind sein Bruder und seine Gefährtin, die Heilerin.

Ich war gefangen in dieser geheimnisvollen, gefährlichen und anderen Welt. Die besonderen Fähigkeiten der Bäume, der Heiler und der Menschen haben mich fasziniert und der drohende Untergang dieser Welt geängstigt.

Joshis Krankheit, seine voranschreitende Schwäche, seine furchtbaren Albträume und die Zweifel am Gelingen seiner Mission machen traurig und fesseln den Leser gleichzeitig an die Geschichte. Mit jeder gelesenen Seite wächst der Wunsch, Joshi zu helfen, ihm Kraft zu geben und die Hoffnung, dass er die Lösung des Rätsels findet….

Zwischendrin hatte ich immer mal kleine Momente, wo mich die Reaktion der KINDER, die sie ja sind, ein wenig irritiert hat. Wo mir die eine oder andere Handlung unpassend vorkam. Aber an sich ist die Geschichte stimmig.

Ich kann schwer die Gefühle beschreiben, die diese Story in mir geweckt hat. Ich sehe aus dem Fenster und sehe Bäume, die sich im Wind bewegen… und denke an Heilerbäume, die mit ihrem freundlichen Wesen die Menschen beschützen….

Eine wahnsinnig fesselnde, anderesartige, ein wenig beklemmende und doch hoffnunggebende Geschichte aus einer anderen Welt…

Ich möchte dem Buch „Der verletzte Himmel – 1“

4 fantastische Sterne geben.

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rezi-ex