Allgemein, Humor, krimi, love, selfpublisher

Seezeichen 13

Ein Regionalkrimi mit Witz? Das klingt doch unterhaltsam. Regionalkrimis sind ja eigentlich nicht ganz so mein Geschmack, da sie meist für mich ein wenig langweilig sind. Ich war gespannt, ob die Paarung mit Humor da mehr punkten kann:

Seezeichen 13

von

Christiane Kördel

(ca. 479 Seiten)

Bildquelle und Klappentext:
www.christiane-koerdel.de

Klappentext:

Es ist Sommer. Das Leben in Konstanz am Bodensee könnte so einfach sein. Aber nein! Ines Fox stolpert auf der Seepromenade über ein Paar blutige Schuhe. Blut gibt’s auch im Casino nebenan, … mickrige Vorboten dessen, was da noch kommen wird.

Mord und Cybercrime treffen auf Aberwitz und Urlaubsfeeling.

Schon steckt die Heldin mit Hund mittendrin in einem gefährlichen Spiel mit einem Gegner, der ihr immer einen Spielzug voraus zu sein scheint. Es hilft, dass Ines ein roter Dickkopf ist, voller Neugier steckt und Mut zum Chaos hat. Sie setzt alles daran, einen Mörder zu entlarven und sich selbst zu entlasten. Eine risikoreiche Woche! Wem kann man hier trauen? Ist Ines noch ganz bei Verstand? Absurd oder eher unwirklich? Im Zweifel hilft Schokolade.

 Meine Meinung:

So seltsam chaotisch-verwirrend der Klappentext, so witzig ist auch das Buch. Mit einer ungemein lockeren, witzigen und spielerischen Erzählweise zieht die Autorin den Leser in ihren Bann.

Ines findet wundervolle High-Heels. Darauf – ein Tropfen Blut. Ihre Neugier ist geweckt, was hat es mit dem Blut auf sich? Ist es von der Trägerin? Von einem Geliebten? Einem Verbrechen? Ihre Fanasie geht mit ihr durch und prompt entschließt sich Ines, dem Geheimnis der Schuhe auf den Grund zu gehen… und damit beginnt für sie ein Abenteuer, das sie sich so niemals hätte träumen lassen.

Sie gerät in die Mühlen eines Cybercrime-Ringes und unter Verdacht, Internetspionage zu betreiben, wird von brutalen „Kleiderschränken“ verfolgt, bekommt eine geheimnisvolle Nachbarin, gerät letztendlich sogar unter Mordverdacht.

An der Seite von Ines sind stets ihr Hund Santo, später noch die braungepunktete Fila, Dr. Frieder´s Hund. Dr. Frieder? Ja, er ist eine ganz besonder Spezie Mensch und wird für Ines bald zu einer großen Stütze im Kampf gegen das bzw. DEN „Bösen“.

Und so rennt, stolpert und „hopshumpelt“ Ines durch eine Geschichte, die trotz ihres Witzes so glaubhaft und spannend ist, dass ich gefesselt war und bis zum Schluß nicht wußte, wer der Mörder war und wie die Fäden zusammenlaufen. Die vielen, irre komischen Szenen, die lockere Art der Protagonisten und die bisweilen abartigen Eigenheiten von Ines tun der allgemeinen Spannung dabei keinen Abbruch. Im Gegenteil.

Beim Lesen kommt man sich vor, als sitze man mit seiner besten Freundin mit einem Prosecco auf der Terrasse und sie erzählt von ihren Abenteuern. Keine gestelzten Dialoge, keine verschachtelten Sätze, bei denen man am Ende nicht mehr weiß, worum es eigentlich geht. Alles frei von „der Leber weg“ erzählt und dabei meist irre komisch.

Die eine oder andere Aktion bei den Verfolgungsjagten oder bei Begegnungen mit den „bösen Jungs“ war mir dann aber doch ein wenig ZU kurios und Ines vielleicht ein wenig ZU cool. Darum würde ich einen Stern abziehen. Aber ansonsten ist dies ein total witziges, spannendes und unterhaltsames Abenteuer mit wundervollen Protagonisten. Es macht unheimlich viel Spaß, dieses Buch zu lesen.

4 sehr gute Fun-Krimi-Sternchen.

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